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Appetit auf schöne Künste

Kulturtage Appetit auf schöne Künste

Die zweite Auflage der Segeberger Kulturtage ist eröffnet: Bis zum 4. Oktober gibt es 77 Veranstaltungen an 24 Orten. Das Motto ist „Zeit[t]räume“. Am Sonnabend gaben beteiligte Künstler in der Jürgen-Fuhlendorf-Schule in Bad Bramstedt einen ersten Einblick.

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Schöne Kunst wie die Buchbinderei ist aufwendig und teuer. Schade, dass immer weniger Menschen dafür Sinn haben, bedauert Buchbinderin Claudia Hensel aus Bad Segeberg.

Quelle: Kramer

Kreis Segeberg. Schauen, was es Schönes gibt, sich an bunten Farben oder strengen Linien erfreuen, fetzige Klänge oder entspannende Töne hören, selbst Hand anlegen und kreativ sein, dem geschriebenen oder gesprochenen Wort lauschen: Das alles können die Segeberger bis Sonntag, 4. Oktober, während der zweiten Segeberger Kulturtage („SE-Kulturtage“). Am Sonnabend waren 24 beteiligte Künstler in die Jürgen-Fuhlendorf-Schule in Bad Bramstedt gekommen, um den rund 80 Besuchern einen Einblick in ihre Kunst zu geben. Und obwohl sie somit auf nur rund ein Drittel aller Veranstaltungen hinwiesen, war das schon ein reichhaltiges Angebot mit Musik des Bad Segeberger Chores Vocalitas, Wortbeiträgen von Erzählerin Svenja Krüger aus Bad Segeberg und Buchautorin Inge Schlüter aus Strenglin und vielem mehr.

 Insgesamt gibt es 77 Veranstaltungen an 24 Orten. Das Motto ist in diesem Jahr „Zeit[t]räume“, ein Begriff, den man weit fassen kann. Welche Träume wurden und werden zu welchen Zeiten geträumt? Wohin führt ein Spaziergang durch die Zeiträume? Fragen, die die Besucher der Veranstaltungen zum Innehalten animieren sollen.

 So zum Beispiel bei Ane Königsbaum. Die Norderstedterin ist Yoga-Lehrerin, Feng-Shui-Beraterin sowie Malerin und arbeitet mit meditativen Instrumenten wie Gong oder Klangschale. Ihr Atelier am Glashütter Damm 192 in Norderstedt öffnet sie am 26. und 27. September für Besucher. In Bad Bramstedt gab sie Einblicke in ihr Schaffen sowie ein paar Kostproben der zauberhaften Klänge ihrer Instrumente: „Damit kann man die Seele zum Schwingen bringen“, sagte sie. Zu ihr kämen oft gestresste Menschen – von der Mutter bis zum Unternehmer einer Firma: „Das sind oft Leute, die den Reset-Knopf bei sich selbst suchen, die wieder neu anfangen und zur Ruhe kommen wollen.“

 Heutzutage haben Menschen oft keine Zeit mehr für sich selbst und ihre Träume – das hat auch Claudia Hensel beobachtet. Die Buchbinderin aus Bad Segeberg bietet am 19. und 26. September im Kunst-Speicher der Volkshochschule zwei Tageskurse, in denen sie zeigt, wie man kunstvolle Schreibbücher und Schmuckkassetten aus hochwertigem Material gestaltet, farbenprächtig, stabil und in vielen Formen – eine Kunst, die aber heutzutage recht wenig Anklang findet, bedauert Claudia Hensel. „Wir sind in unserer schnelllebigen Zeit mit so vielen anderen Dingen überfrachtet“, meint sie. Immer mehr Leuten sei es zu aufwendig, mit teuren Materialien Dinge herzustellen, die man günstiger und fertig im Supermarkt kaufen könne. Sie wünscht sich Teilnehmer für ihre Kurse, die Sinn für diese schöne Kunst haben.

 Kontakte knüpfen möchten auch Brigitte Hoth und sechs weitere Künstler aus dem Atelier am See (Schulstraße 19) in Weddelbrook. Sie alle bieten am 27. September Einblicke in ihre Arbeiten wie Gemälde, Skulpturen oder Objekte. „Wir vernetzen uns“, lautet ihr Motto. Einmal pro Monat kommen die Künstler zusammen, um sich auszutauschen.

 Auf jeden Fall sollen die bunten Tage „Appetit machen auf mehr“, wie es Christine Braun formulierte, Leiterin der Kreismusikschule im veranstaltenden Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA). Kreispräsident Winfried Zylka lobte das Engagement der Beteiligten und wünschte sich schon jetzt eine Weiterführung der Kulturtage. Darüber wird der Kreistag entscheiden.

 Der Kreis Segeberg fördert die Tage, die in diesem Jahr nach dem Auftakt 2014 zum zweiten Mal angeboten werden, mit 65000 Euro. Schirmherr ist in diesem Jahr Sven Neitzke, Vorsitzender des Kreissportverbandes: Denn Sport sei eng mit Kultur verbunden, meinen die Veranstalter.

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