25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Diebeszug auf Sportplätzen

Kreis Segeberg Diebeszug auf Sportplätzen

Die Parallelen sind frappierend. Schon im zweiten Halbjahr 2012 trieben Diebe auf Fußballplätzen des Kreises Segeberg ihr Unwesen. Die Polizei ermittelte einen Verdächtigen, die Serie riss ab. Jetzt gibt es neue Vorfälle in Oering, Struvenhütten, Todesfelde, Seth und Daldorf.

Voriger Artikel
Gefragt wie nie zuvor
Nächster Artikel
Erneut Tierschutz-Prozess vertagt

Bargeld ist das Ziel des Täters, der auf Sportanlagen erst Autoschlüssel entwendet und dann in den Fahrzeugen nach Brieftaschen sucht. Nach der Tat wird der Schlüssel im PKW zurückgelassen. Smartphones und andere Wertsachen interessieren den Dieb nicht.

Quelle: Jürgen Brumshagen

Kreis Segeberg. Aus Umkleidekabinen werden Autoschlüssel entwendet. Per Druck auf die Fernbedienung ist es einfach, auf dem Parkplatz das dazu passende Fahrzeug zu finden. Im Pkw suchen die Diebe nach Brieftaschen, die die Sportler dort neben anderen wertvollen Dingen wie Handys oder iPads vermeintlich sicher verwahrt haben. Gestohlen wird beinahe ausschließlich Bargeld. Bekannt geworden sind Summen von 70 und 100 Euro. „Das ist nicht dumm“, sagt Holger Tiemann, Pressesprecher von Eintracht Segeberg und beruflich bei der Kripo. „Wird ein Verdächtiger nicht unmittelbar auf frischer Tat erwischt, ist es ihm fast unmöglich nachzuweisen, dass das Geld, das er bei sich trägt, nicht sein eigenes ist.“

 Tiemann, als Fußball-Schiedsrichter unterwegs, hat unlängst selbst Glück gehabt. In Daldorf wurde ihm der Schlüssel aus der Trainingshose stibitzt. Sein Auto stand jedoch etwas abseits. „Mein Pkw scheint nicht aufgeblinkt zu haben. Der Schlüssel wurde schließlich auf dem Parkplatzboden gefunden“, berichtet Tiemann.

 „Ja, es gibt diese Art von Diebstählen vermehrt im Kreis Segeberg“, bestätigt Polizeisprecherin Sandra Mohr. Handelt es sich um eine Serie? „Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Taten gab, die bisher nicht angezeigt wurden.“

 Im Frühjahr 2012 wurde erstmals mit der Schlüssel-Masche auf Beutezug gegangen. Es gab unter anderem Taten in Westerrade, Schackendorf und Garbek. In Hartenholm wurde während des Trainingsbebtriebes ein Unbekannter in der Kabine angetroffen. „Er redete sich damit heraus, er hätte sich auf der Suche nach einer Toilette verlaufen“, erinnert sich der damalige TuS-Trainer Markus Weber. „Wir konnten der Polizei eine sehr genaue Personenbeschreibung und eine Autonummer geben.“

 Die Informationen halfen der Polizei, den vermutlichen Täter zur Verantwortung zu ziehen. Im Dezember desselben Jahres tauchte der Mann trotzdem bei der Hallenkreismeisterschaft in der Wahlstedter Halle an der Scharnhorststraße auf. Durch die früheren Vorfälle sensibilisiert und von Hartenholmern auf den Mann aufmerksam gemacht, verstärkte der Ausrichter erfolgreich den Sicherheitsdienst.

 Nun sind dreiste Langfinger wieder mit der Schlüssel-Masche unterwegs. „Die Polizei rät, sofort jede Tat zur Anzeige zu bringen, auch wenn letztlich wenig oder nichts gestohlen wurde und der Schlüssel wieder da ist“, sagt Sandra Mohr. „Nur so ist der Polizei auch ein Überblick möglich.“ Fahrzeugschlüssel sollten auf keinen Fall in den Kabinen gelassen werden. „Wertsachen gehören generell weder nicht in offene Kabine noch in Fahrzeuge.“ Sandra Mohr bittet um Mithilfe bei der Aufklärung: „Wer Tathandlungen beobachtet oder Personen bemerkt, die sich verdächtig machen, möge sich die Beschreibung einprägen und sofort unter der Nummer 110 die Polizei rufen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3