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Angst vor Staus und Gaffern

Einsatzkonzept für A7 im Kreis Segeberg Angst vor Staus und Gaffern

Jetzt wird es noch enger auf der Autobahn A7, die zwischen dem Dreieck Bordesholm und Hamburg sechsstreifig ausgebaut wird. Nördlich von Bad Bramstedt wurden alle vier Fahrstreifen auf die Richtungsfahrbahn Flensburg verlegt. Wenn da etwas passiert, kann es für die Rettungskräfte ganz knapp werden.

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Es waren noch beide Richtungsfahrbahnen offen, dennoch bildete sich nach einem Unfall auf der A7 nahe Henstedt-Ulzburg ein kilometerlanger Stau.

Kreis Segeberg. Aus beiden Richtungen wollen die Einsatzkräfte nach einem neuen Konzept Menschen in Not auf der A7 erreichen. Diese Methode wurde gewählt, weil auf der engen Fahrbahn keine Rettungsgasse mehr gebildet werden kann.

 Um sich so weit wie möglich auf Notfälle in der Baustelle vorzubereiten, haben die Feuerwehren für die Abschnitte im Kreis Segeberg dieses Einsatzkonzept erstellt. Es wurde mit vier Einsatzleitstellen abgestimmt. „Wir werden bei größeren Unfällen mit Verletzten oder Feuer mit doppeltem Kräfteeinsatz fahren“, kündigte Kreiswehrführer Holger Gebauer an.

 Was das heißt, verdeutlicht er mit einem Beispiel: Bei einem Crash zwischen Bad Bramstedt und Großenaspe braust aus Richtung Süden die Wehr Bad Bramstedt, aus Richtung Norden die Wehr Großenaspe an den Unglücksort. „In der Hoffnung, ihn auch zu erreichen“, rücken also zwei Löschzüge, zwei Rettungs- und zwei Notarztwagen aus, jeweils einer mehr als üblich. Motorradfahrer werden zur schnellen Erkundung der Unfallstelle eingesetzt.

 „Wir werden auch versuchen, über Felder und Seitenwege ranzukommen“, sagte Gebauer. Seine Leute kennen die Schleichwege. Richtig Sorgen machen ihm Mega-staus, wie vor zwei Monaten auf der A 7 nahe der Abfahrt Henstedt-Ulzburg. Nach einem schweren Unfall, bei dem ein Lkw-Fahrer starb, waren die Autobahn und die Ausweichstrecken schnell und über Stunden überlastet. Was passiert, wenn dann in der Baustelle noch Gaffer die Arbeit der Helfer und Retter behindern, mag Gebauer sich gar nicht vorstellen.

 Seit Anfang Januar sei an dem Konzept gearbeitet worden, blickte der Kreiswehrführer zurück. Neu eingebunden in den „Autobahndienst“ wird die Feuerwehr aus Henstedt-Ulzburg, bisher waren Norderstedt-Garstedt, Ellerau, Kaltenkirchen, Großenaspe und Bad Bramstedt beteiligt. Gebauer ist froh und ein bisschen stolz, wenige Wochen nach seiner Wahl einen ersten Erfolg vorweisen zu können. Nun gehe es an die Lösung anderer Probleme.

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