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Dreijähriger bei Unfall getötet

Bad Segeberg Dreijähriger bei Unfall getötet

Ein furchtbarer Unfall schockierte am Donnerstag die Kalkbergstadt: Ein dreijähriger Junge ist vor der Einfahrt zum Parkplatz der Sparkasse Südholstein von einem Auto überrollt und getötet worden. Das Unglück ereignete sich gegen 15 Uhr. Nach Informationen der Segeberger Zeitung war die Mutter mit drei Kindern am Rand der Fußgängerzone auf der Oldesloer Straße unterwegs.

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Der genaue Hergang des Unfalls wird von der Polizei derzeit noch ermittelt.

Bad Segeberg. Dort zweigt die Einfahrt zum Sparkassen-Parkplatz ab. Der Dreijährige rollte auf seinem Laufrad.

Der genaue Hergang wird von der Polizei derzeit noch ermittelt. Fest steht, dass das radelnde Kind genau dort, wo Einfahrt und Oldesloer Straße aufeinandertreffen, unter einen Wagen geriet und schwerste Verletzungen erlitt.

 Die Rettungskräfte waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Neben einem Notarzt aus der Allgemeinen Klinik (AK) kämpfte auch die Besatzung eines Rettungshubschraubers um das Leben des Kleinkindes – vergeblich. Der Unglücksfahrer wurde mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert; auch die Mutter kam umgehend in die Klinik.

 Um 15.10 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr hinzugerufen, um die Unfallstelle mit Tüchern vor neugierigen Blicken zu schützen und dafür zu sorgen, dass die Schaulustigen nicht die Arbeit der Rettungskräfte behindern. „Das Gaffertum ist unerträglich geworden!“, schimpfte Wehrführer Mark Zielinski empört. Eine Autofahrerin hielt mitten auf der Bahnhofstraße, um die Rettungsarbeiten zu verfolgen und musste von der Polizei mehrere Signale bekommen, endlich weiterzufahren. Innerhalb von Minuten verbreitete sich die Nachricht in den sozialen Netzwerken – größtenteils mit hanebüchenen Spekulationen und Falschmeldungen. So wurde gepostet, der Fahrer habe das Kind umgerast und sei anschließend geflüchtet.

 In ganz Bad Segeberg kam es zu teilweise erheblichen Staus, weil der Rettungshubschrauber mitten auf der Kaufland-Kreuzung gelandet war. „Es war die nächstgelegene Freifläche“, schilderte Wehrführer Zielinski. Er hatte noch den Kaufland-Parkplatz in Betracht gezogen, aber dort war zwischen den abgestellten Fahrzeugen nicht genug Platz. „Und auf dem ZOB sind die ganzen Busschilder im Weg“, sagt der Brandschutzexperte. „Es musste die Kreuzung sein, auch wenn jetzt viele Leute ein paar Minuten warten mussten.“ Schließlich hatten die Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt noch gehofft, dass der kleine Junge gerettet werden kann. Kurz vor 16.30 Uhr fuhr dann aber neben dem Abschleppdienst auch ein Leichenwagen vor der Sparkasse vor.

 Die Familie des getöteten Kleinkindes wird laut Zielinski vom Kriseninterventionsteam seelsorgerisch betreut. Auch die 20 Feuerwehrleute und die Mitarbeiter des Rettungsdienstes mussten psychisch umsorgt werden. Unter anderem waren die Bad Segeberger Pastoren im Einsatz.

 Für die Polizei blieb praktisch keine Zeit zum Verschnaufen. Revierleiter Jes Peter Beck und seine Leute mussten zum Tanz in den Mai, um dort für Ordnung zu sorgen. Den Kameraden der Feuerwehr blieb nur noch die höchst traurige Aufgabe, den Zufahrt zur Sparkasse mit Besen und Wasserschlauch zu säubern.

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