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Geisterstunde im Wildpark

Dunkel-Munkel-Nacht in Eekholt Geisterstunde im Wildpark

Geheimnisvolle Gestalten liefen über die Wege, Feen und Hexen waren unterwegs, die Mitarbeiter trugen fantasievolle Kostüme: 4300 Gäste liefen am Sonnabendabend – mal mehr, mal weniger ängstlich – durch den Wildpark Eekholt. Es war die erste von drei Dunkel-Munkel-Nächten.

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Sternen-Fee Lea Schütte verteilte im Wildpark Eekholt „Sternenstaub“ an die Kinder.

Quelle: Jann Roolfs

Großenaspe. „Schön, dass die Monster hier frei herumlaufen.“ Der neunjährige Miguel Butt aus Pölitz (Kreis Stormarn) war vor allem vom geheimnisvollen Grunzen begeistert, dass in einem Teil des dunklen Parks zu hören war. Es waren die Wildschweine. Seine Freundin Melina Buls aus Reinfeld fand es einfach „toll“ im Wildpark, mit der Fackel in der Hand wurde ihr warm beim Wandern durch den düsteren Wald.

 Die Wege wurden von Laternen und Schwedenfackeln erleuchtet, Feuerkörbe und Lichter zeigten die Richtung durchs Dunkel an, einige Gehege waren beleuchtet. Die Besucher hatten sich mit Fackeln, Knicklichtern, Taschenlampen und allem, was leuchtet oder blinkt, ausgestattet.

 Trauben bildeten sich an den Eingängen zu den „Dunkel-Munkel-Pfaden“. Die durften nur ohne Leuchten betreten werden, an einem Seil entlang ging es durch den dunklen Wald, in dem Kobolde lauerten. „Einmal habe ich mich doll erschreckt“, erzählte der sechsjährige Kilian Pelzl aus Lentföhrden: „Dabei wollte der Geist eigentlich jemand anderen erschrecken.“ Gefallen hat ihm der späte Ausflug trotzdem.

 Lara Colhoun aus Kaltenkirchen bevorzugte die stilleren Ecken. Vorsichtig setzte sie ein Teelicht auf die Osterau, die durch den Park fließt. Dem kleinen Licht gab die Zehnjährigen aus Kaltenkirchen einen Wunsch mit: „Ich wünsche mir einen kleinen Zwergspitz“. Ihre zweite Lieblingsstelle an diesem Abend war der Wunschbaum. Im hinteren Teil des Parks hängten die Besucher Zettel mit Wünschen an einen beleuchteten Baum, daneben sorgten zwei Musiker mit Gitarre und Flöte für eine etwas ruhigere Atmosphäre.

 Anderswo ging es lebendiger zu. Kinder leuchteten mit ihren Lampen umher, am großen Lagerfeuer herrschte Hochbetrieb, die Falkner waren von neugierigen Kindern umlagert, am sprechenden „Hirschkopf“ mit seinem losen Mundwerk blieben viele Besucher stehen. Die Gehege der Füchse und der Wölfe waren beleuchtet, die Tiere ließen sich allerdings vorsichtshalber nicht blicken. Die Blesshirsche waren weniger schüchtern, sie genossen die unerwartete nächtliche Fütterung aus vielen Kinderhänden.

 „Das haben sie nett gemacht“, resümierte Besucher Daniel Pelzl aus Lentföhrden, nachdem er mit seinen beiden Söhnen eine Runde durch den nächtlichen Park gedreht hatte. Zufrieden äußerten sich eigentlich alle Besucher. „Außer, dass ich immer stolpere“, merkte Lara Colhoun an.

 Weitere Dunkel-Munkel-Nächte im Wildpark Eekholt: Sonnabend, 5. November: „Hexen und Feen“; Sonnabend, 12. November: „Feuer und Flamme“; jeweils 18 bis 21 Uhr.

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