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Millionen-Erbe für Wildpark

Eekholt Millionen-Erbe für Wildpark

Äußerst zufrieden kann der Förderverein des Wildparks Eekholt auf das vergangene Jahr zurückblicken. Ein Vermögen von rund einer Million Euro erbte der Verein. Diese erfreuliche Nachricht konnte Schatzmeister Benjamin Köhnke den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend überbringen.

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Können dank großzügiger Spenden zufrieden in die Zukunft blicken: Thomas Ketelhohn (Rechnungsprüfer), Ute Kröger (Leiterin Wildparkschule), Wolf-Gunthram Freiherr von Schenk (Geschäftsführer des Wildparkes und zweiter Vorsitzender des Fördervereins), Theda Hatlapa (Mitbegründerin des Wildparks), Isabell Mahnert (Inhaberin des Wildparkes) und Benjamin Köhnke (Kassenwart).

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Großenaspe.. Zwei Eigentumswohnungen gingen in den Besitz des Fördervereins. Nicht zum ersten Mal wurde der Wildpark so großzügig im Testament ihm wohlgesonnener Menschen bedacht: Vor einigen Jahren war ihm ein Wohnhaus vermacht worden. Wer die Spender sind, blieb auch diesmal im Unklaren.

 Der vor 40 Jahren gegründete Förderverein ist eine wichtige Stütze des Wildparks, weil an ihn steuerbegünstigte Spenden fließen können. Außerdem nimmt er die Beiträge von über 400 Mitgliedern ein. Das Geld fließt über eine gemeinnützige GmbH in Modernisierungen und Neubauten auf dem Parkgelände.

 Die Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH, Gunda Kubich, berichtete, dass mit Unterstützung des Fördervereins der erste Bauabschnitt der Storchenanlage fertiggestellt und die Storchenausstellung neu konzipiert werde. „Unsere Wildparkschule hat bereits Ideen für ein Ausstellungskonzept. Momentan rechnen wir mit einem Investitionsvolumen von 50000 Euro für die Lehrschau und die Umgestaltung des Storchenhauses“, so Gunda Kubich. Darüber hinaus soll es noch Veränderungen geben beim Winterquartier für die daheim bleibenden verletzten oder kranken Störche, was voraussichtlich mit 15000 Euro zu Buche schlagen wird. Neben dem Förderverein sollen zusätzliche Geldquellen wie die Umweltlotterie Bingo und Stiftungen angezapft werden.

 Außerdem ist ein neues, großes Fuchs- und Dachsgehege geplant. Kubich betonte, dass die Entwürfe dazu nicht an ein externes Büro vergeben werden, weil diese mehr oder weniger Standardlösungen lieferten. In Eekholt solle in den Gehegen die individuelle Handschrift des Parks erkennbar sein. Deshalb übernehme der Park die Planungen selbst. Rund 90000 Euro sollen hier in zwei Abschnitten verbaut werden.

 Für Umbau und Modernisierung der Vogelpflegestation werden über 100000 Euro veranschlagt, von denen 50 Prozent von der Heinz-Sielmann-Stiftung getragen werden. In der Summe enthalten ist auch ein Röntgengerät für rund 40000 Euro. Sowohl die Inhaberin des Parkes, Isabell Mahnert, als auch Freifrau Elvira von Schenck, Ehefrau des Geschäftsführers Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck, sind Tierärztinnen und haben die Qualifikation, das Gerät zu bedienen.

 Auch das zweite Ottergehege konnte mit Unterstützung des Fördervereins im vergangenen Jahr fertiggestellt werden. Nun soll noch das dritte Gehege für 10000 Euro runderneuert werden. Außerdem sind kleinere Projekte, wie der Umbau der Terrarien in der Wildparkschule vorgesehen. Auch das wird der Förderverein mit 9000 Euro unterstützen, berichtete Kubich.

 Neben der erfreulichen finanziellen Seite, zeigten sich die Verantwortlichen auch zufrieden mit der Resonanz der vielen Sonderveranstaltungen und den Besucherzahlen. Rund 250000 Gäste wurden im vergangenen Jahr gezählt – und das, obwohl das Wetter „durchwachsen“ war und der Park sogar zwei Mal wegen Unwetters geschlossen werden musste, berichtete Geschäftsführer von Schenck. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die Jahreskarten. „2015 haben wir fast 500 neue Jahreskarten-Fans gewinnen können“, sagte der Geschäftsführer. 6882 wurden insgesamt verkauft. Häufig werden sie als Geschenke im Onlineshop gekauft, so seine Erfahrung. Von Schenck versprach, auch in diesem Jahr die Eintrittspreise nicht anzuheben.

 Zu den Sonderveranstaltungen waren im vergangenen Jahr 37000 Besucher gekommen. Die Renner sind nach Angaben von von Schenck die Wolfsnächte im Februar, der Indianertag im Sommer, die „Dunkel-Munkel-Nächte“ im Herbst sowie der Rundgang mit dem Weihnachtsmann am Heiligabend.

 Keine Überraschung gab es bei der Wahl des ersten Vorsitzenden des Fördervereins. Großenaspes Bürgermeister Torsten Klinger, der aufgrund einer Erkrankung nicht anwesend war, wurde mehrheitlich wiedergewählt. Er hatte vorab schriftlich seine Kandidatur angemeldet.

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