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Ehefrau in der Waschküche getötet?

Dringend Zeugen gesucht Ehefrau in der Waschküche getötet?

Wurde Nadine L. in den heimischen vier Wänden getötet? Vor dieser Frage stehen die Ermittler der Kriminalinspektion Kiel. Aussagen von Mitbewohnern in dem Mehrfamilienhaus legen nun nahe, dass ein als Waschküche genutzter Heizungsraum als Tatort in den Fokus der Mordkommission rückt.

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Wurde Nadine L. in der Waschküche des Mehrfamilienhauses in Schackendorf getötet? Spuren deuten zumindest darauf hin.

Quelle: Thorsten Beck

Schackendorf. Irgendwer hat dort Mitte vergangener Woche offenbar mit großen Wassermengen hantiert – und damit zum Zeitpunkt, an dem die 34-jährige Mutter verschwunden ist.

Ehemann Volker L. sitzt seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Die Staatsanwalt sieht einen dringenden Tatverdacht. Der 47-Jährige beteuert allerdings, mit dem Tod seiner Frau nicht das Geringste zu tun zu haben. Gemeinsam mit einem Nachbarn hatte er die Leiche am Donnerstag vergangener Woche am Rande eines Feldwegs am Schackendorfer Ortsrand entdeckt. Die Ermittler mutmaßen, dass der angeblich arglose Ehemann sehr genau wusste, wo seine tote Frau liegt, und dass er den Bekannten mit voller Absicht an die einsame Stelle neben der A21 geführt haben könnte, um einen Zeugen für die Entdeckung zu haben.

Doch die Schuld von Volker L. ist noch längst nicht bewiesen. Dafür fehlt neben der Tatwaffe (einem „stumpfen Gegenstand“ laut Polizei) auch der Tatort. Seit mehreren Tagen haben Kriminaltechniker das Haus in Schackendorf auf den Kopf gestellt. Ergebnisse wurden bislang nicht vermeldet.

Nach Informationen der Segeberger Zeitung hat sich aber ein rätselhafter Umstand ergeben: In der Mitte der Vorwoche machten andere Mieter aus dem Haus eine gefährliche Beobachtung. Sie stellten fest, dass im gemeinsam genutzten Flur in einer halbkugelförmigen Deckenlampe Wasser steht. Weil sie neben einem Kurzschluss auch einen weiteren Wassereinbruch fürchteten, alarmierten sie einen Heizungs- und Sanitärbetrieb aus der Kreisstadt.

Die Experten nahmen daraufhin die Heizanlage des Hauses unter die Lupe. Sie steht im 1. Stock – genau über dem Flur mit der gefluteten Lampe. Allerdings konnte das Team keinerlei Defekt entdecken. Die Anlage funktionierte einwandfrei, und Wasser war aus dem Kessel auch nicht ausgetreten. Woher kam aber dann die Flüssigkeit in der Lampe? Offenbar hat jemand in dem Raum, den Familie L. zusätzlich zu ihrer Wohnung als Waschküche und Abstellkammer nutzen durfte, den Fußboden mit großen Wassermengen bearbeitet. Der gesamte Boden soll feucht gewesen sein, so als ob jemand großflächig gewischt hat.

Volker und Nadine L. haben seit rund drei Jahren mit ihrem kleinen Sohn in dem Haus gewohnt, in dem vier Mietparteien unter einem Dach leben. Recherchen der Segeberger Zeitung ergaben, dass es aber längst zum Bruch zwischen Familie L. und ihren unmittelbaren Nachbarn gekommen war. Es häuften sich Beschwerden über Lärm und Schmutz. Auch darüber, dass Volker L. in einem Zimmer offenbar Küken hielt. Die L.s wurden mehrfach ermahnt, ihr Verhalten zu ändern. Das Mietverhältnis war, als Nadine L. starb, aber bereits gekündigt. Auch eine Zwangsräumung der Wohnung soll im Raum gestanden haben.

Zeugen gesucht!

Die Mordkommission Kiel sucht im Fall der getöteten Frau aus Schackendorf auch weiterhin Zeugen.

Wer war zwischen Mittwoch, den 01. November 17:00 Uhr und Donnerstag, den 02. November 11:30 Uhr in Fundortnähe (Wirtschaftsweg Birkenweg neben der BAB 21) und hat dort etwas beobachtet? Es mögen sich auch Personen melden, die zu dieser Zeit den Weg südlich der Autobahnunterführung befahren/begangen haben, ohne, dass ihnen etwas aufgefallen ist.

Wer hat im Bereich Wirtschaftsweg/Schackendorf einen frei laufenden Hund gesehen und gegebenenfalls zu welcher Uhrzeit? Gibt es Zeugen, die den in den letzten Tagen von der Familie genutzten Mietwagen (dunkler Opel Astra Kombi) mit Euskirchener Kennzeichen (EU-...) gesehen haben, insbesondere am Abend des 01. November beziehungsweise in der Nacht zum Donnerstag?

Zeugen werden gebeten, sich unter 0431-160 3333 bei der Kriminalpolizei zu melden.

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