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Klage gegen Stromleitungsbau

Henstedt-Ulzburg Klage gegen Stromleitungsbau

Die Planungen des Netzbetreibers Tennet zur 380kV-Ostküstenleitung durch die Gemeinde Henstedt-Ulzburg schreiten weiter voran. Viele Grundeigentümer sind allerdings mit dem Trassenverlauf nicht einverstanden und fordern weiterhin eine Verlegung der Leitung an die A20-Trasse. Sie wollen nun klagen.

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Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg will zusammen mit anderen Grundeigentümern gegen den Verlauf der Trasse der 380kV-Leitung klagen. Schon lange gibt es Widerstand gegen die Pläne von Tennet.

Quelle: Nicole Scholmann

Henstedt-Ulzburg. 23 Grundeigentümer, darunter auch die Gemeinde Henstedt-Ulzburg, haben sich in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Sie wollen im Planfeststellungsverfahren gegen den Bau der Ostküstenleitung über Henstedt-Ulzburger Gebiet klagen.

Die Gegner des Trassenverlaufes haben einige Gründe gegen die Pläne von Tennet. So seien inzwischen etwa 80 Prozent der Flächen für die noch nicht fertig gebaute Autobahn 20 bereits aufgekauft worden, und es seien neue Wind-Energie-Eignungsflächen entlang der geplanten A20-Trasse ausgewiesen. "Es gibt nach unserem Verständnis keinen Grund, warum nicht auch eine Stromleitung entlang der neuen Trasse verlaufen sollte", erklärt Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer.

Trasse war beim Dialogverfahren nicht verzeichnet

Auch sei das gesamte Dialogverfahren für den Bereich der Großgemeinde "äußerst fragwürdig" abgelaufen: Vier von fünf Monaten hat Tennet öffentlich mit einer Karte gearbeitet, auf der die relevante Trasse gar nicht verzeichnet gewesen sei. Die Trassen für eine mögliche Erdverkabelung seien im Dialogverfahren nicht erwähnt worden.

1400 Meter Knick gingen verloren

280000 Tonnen Erdbewegung und der dauerhafte Verlust von 1400 Metern Knick durch den Bau einer Teilerdverkabelung seien von Tennet nicht bewertet worden. "Die langfristigen Auswirkungen der Dauererwärmung und Strahlung auf die Umwelt ist unkalkulierbar", betont Bauer.  "Selbst der Umstand, dass im Kisdorferwohld ein FFH-Gebiet überspannt werden soll, scheint den grünen Umweltminister dabei nicht zu erschüttern."

Insgesamt haben die Gegner der Trasse fast 20000 Euro eingesammelt und sind nach eigenen Angaben somit für den ersten Schritt gut gerüstet. Sie kündigten eine Klage an.

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