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Ein Kinderarzt: Das ist zu wenig

Henstedt-Ulzburg Ein Kinderarzt: Das ist zu wenig

Ein Kinderarzt für eine Gemeinde mit 28000 Einwohnern ist zu wenig – das finden jedenfalls viele Henstedt-Ulzburger Eltern und überreichten Bürgermeister Stefan Bauer eine Liste mit knapp 1300 Unterschriften. Darin fordern sie eine Verbesserung der medizinischen Versorgung.

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Sandy Leberecht übergab die Unterschriftenliste an Bürgermeister Stefan Bauer. Damit verbunden ist die Forderung nach einer besseren kinderärztlichen Versorgung für Henstedt-Ulzburg.

Quelle: Ulrike Bundschuh

Henstedt-Ulzburg. Die Aussichten auf eine Verbesserung der Lage sind allerdings schlecht.

 Als in Henstedt-Ulzburger Facebook-Gruppen wieder einmal die verzweifelte Frage von Eltern nach einem Kinderarzt gepostet wurde, fasste Sandy Leberecht einen Entschluss. Die zweifache Mutter startete eine Petition. „Kurz darauf hatten wir schon 400 Unterschriften“, sagt Leberecht. Der Grund für den Unmut der Eltern: In der Gemeinde praktiziert derzeit nur eine Kinderärztin, die Kassenpatienten behandelt. Wegen des großen Andrangs ist mittlerweile ein Aufnahmestopp für neue Patienten ergangen.

 „Ein unhaltbarer Zustand“, findet Sandy Leberecht. Sie war mit ihren Kindern bei den Kinderärzten Allroggen und Benzing in Behandlung. Doch deren Zweigstelle in der Maurepasstraße ist seit Ende 2015 geschlossen, ein Nachfolger nicht in Sicht.

 Auch die Gemeindeverwaltung hat bereits Alarm geschlagen und schriftlich auf den Kinderärztemangel hingewiesen. Die Rückmeldung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) war deutlich: Henstedt-Ulzburg verfüge immer noch über einen ausreichenden Versorgungsgrad von 119 Prozent. Neben Sandy Leberecht und ihren Mitstreitern hofft nun auch Verwaltungschef Bauer, dass durch die Petition neuer Schwung in die Debatte um eine bessere kinderärztliche Versorgung kommt. Er versprach, die Unterschriftenliste an die KVSH weiterzugeben „Die Versorgungssituation in Henstedt-Ulzburg ist unbefriedigend“, erklärte Bauer. „Wir sind eine familien- und kinderfreundliche Gemeinde, haben hier aber eine unzureichende Situation, an der sich dringend etwas ändern muss“. ubu

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