18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Aldi und Edeka wollen vergrößern

Einkaufszentrum Christiansfelde Aldi und Edeka wollen vergrößern

Mit der geplanten Erweiterung von Aldi und Edeka im Ortsteil Christiansfelde befasst sich die Bad Segeberger Stadtvertretung. Edeka will ausbauen, Aldi strebt einen kompletten Neubau an.

Voriger Artikel
Zwei Rollen pro Haushalt
Nächster Artikel
Zinsflaute zehrt am guten Zweck

Das gerade mal 13 Jahre alte Aldi-Gebäude am Anny-Schröder-Weg soll abgerissen und durch einen Neubau mit Flachdach ersetzt werden.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Die Kommunalpolitiker tagen am Dienstag, 2. Februar, ab 18.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses.

Eröffnet wurde das Einkaufszentrum, in dem neben den beiden Lebensmittelgeschäften auch die Drogeriekette Rossmann ansässig ist, im Jahr 2003. Nur ein Jahr nach der Eröffnung brannte das Edeka-Gebäude weitgehend nieder. Es war, wie sich später herausstellte, von einem damaligen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs angezündet worden. Der Mann war für etliche Brände in Bad Segeberg verantwortlich.

 Edeka baute zwischen Juni und Dezember 2004 erneut. Damals befand sich die Filiale noch in direkter Regie des Konzerns. Im September 2006 übernahm Kaufmann Wolfgang Burmeister das Geschäft, drei Monate später wurde er auch Chef des Edeka-Marktes an der Bahnhofstraße.

 Der Neubau in Christiansfelde ist eine strategische Investition in die Zukunft, sagt Burmeister. „Noch ist der Markt in Ordnung, aber die Zeiten ändern sich schnell.“ Aus diesem Grund will Burmeister von 1400 auf 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche erhöhen. Die Aldi-Planer denken ähnlich.

 „Zwischenzeitlich traten die Betreiber der beiden Märkte an die Stadt Bad Segeberg heran“, schreibt Bürgermeister Dieter Schönfeld in der Vorlage für die Stadtvertretung. „Mit dem Wunsch, bauliche Erweiterungen zu realisieren, um ihre Märkte an die veränderten Bedingungen des Einzelhandelsmarktes anzupassen.“

 Burmeister hat vor, den Markt tiefer zu gestalten. Dazu wird die jetzige Ladezone auf der Rückseite überbaut und die heutige Außenwand herausgebrochen. Die Anlieferung wandert auf die (von vorn gesehen) rechte Seite des Gebäudes. „Auch die Front wird angepasst“, berichtete er gestern im Gespräch mit der Segeberger Zeitung. „Die Leergut-Annahme wird verlegt – und wir bekommen einen zweiten Automaten.“

 Doch auch im Inneren des Edeka-Marktes wird sich baulich vieles verändern. Unter anderem werden die Lotto-Annahmestelle, die Kassenzone, der Tiefkühlbereich, die Regale mit abgepackter Wurst und der Bedienungstresen für Fleisch, Wurst und Käse umgebaut.

 Burmeister möchte neue Sortimente aufnehmen. „Zum Beispiel Produkte für Veganer, weil die sehr gefragt sind“, sagt er. „Wir haben so etwas ja schon, aber nicht so, wie man es präsentieren könnte.“ Auch in anderen Bereichen lasse sich eine größere Auswahl schaffen.

 Noch radikaler sind die Pläne der Firma Aldi. Der Discounter will gleich das ganze Gebäude abreißen und durch einen Neubau ersetzen – wie schon bei der Filiale an der Eutiner Straße. Dass das Haus gerade mal 13 Jahre alt ist, stört das Unternehmen bei solchen Entscheidungen nicht. Vorgesehen ist eine Vergrößerung von 800 auf 1200 Quadratmeter.

 Wenn man Rossmann mitzählt, addieren sich die Verkaufsflächen auf mehr als die derzeit erlaubten 3200 Quadratmeter. Aus diesem Grund muss die Stadtvertretung hier eine Erhöhung vornehmen, wenn die Bauvorhaben ermöglicht werden sollen. Geplant ist eine neue Maximalgrenze von 3950 Quadratmetern. Angestrebt ist bei der Stadt, das in einem sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Grundstück am Anny-Schröder-Weg zu regeln.

 Doch nicht nur die Größe muss rechtlich angepasst werden, sondern auch die Form der Gebäude. Zulässig sind auf dem Areal nur Satteldächer, Aldi will jedoch ein Flachdach bauen. Um den beiden Unternehmen entgegenzukommen, empfiehlt die Stadtverwaltung ein beschleunigtes Verfahren nach den Vorgaben des Baugesetzbuchs.

 Wolfgang Burmeister geht davon aus, dass sein Umbau im Jahr 2017 über die Bühne geht. „Eigentümer des Hauses ist eine dänische Gesellschaft“, erklärt er. „Da muss man mal sehen, wie schnell die Unterlagen im Bauvorhaben eingereicht werden.“ Ziel sei, möglichst viel im laufenden Betrieb zu erledigen. „Aber wir werden zwischendurch mal vier bis sieben Tage schließen müssen.“

 An der Eutiner Straße hatte sich Aldi während der Abriss- und Neubauphase mit einem großflächigen Verkaufszelt beholfen. Dafür dürfte der Platz in Christiansfelde nicht ausreichen, so dass eine mehrmonatige Schließung unumgänglich sein dürfte.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3