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Wünsche aus der Südstadt

Bad Segeberg Wünsche aus der Südstadt

Was die Südstadt-Bewohner brauchen, wissen sie selbst am besten. Nach diesem Motto zog Fanny Harder, Praktikantin des Hamburger Büros „Polis aktiv“, von Ende Januar bis Mitte April durch den Bad Segeberger Stadtteil. 30 Stellungnahmen von Einwohnern sammelte die Studentin der Stadtplanung.

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Südstadt-Anwohner Olaf Hauswald (von rechts) wies Fanny Harder und Anette Quast (Polis aktiv) darauf hin, wie wichtig ein Treffpunkt im ehemaligen Restaurant Adria und ein gut sortierter Lebensmittelladen nebenan sind.

Quelle: Detlef Dreessen

Bad Segeberg. Das Ergebnis der Umfrage in der Südstadt ist - in Bilderrahmen sortiert - in der Familienbildungsstätte an der Falkenburger Straße 88 zu sehen.

 Besonders am Herzen lagen den meisten Befragten demnach das soziale Miteinander und die dafür nötige Infrastruktur. Olaf Hauswald (73) etwa vermisste das Leben im ehemaligen Restaurant Adria, vormals Bienenkorb. Einen Treffpunkt, in dem Senioren und andere sich bei Kaffee und Kuchen treffen können, hielt auch Sabine Flach für nötig. Auch Pastor Martin Pommerening von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Segeberg befand: „Es muss Räume geben, wo sich Menschen begegnen können.

 Wie Aktive der Initiative Südstadt in einem Gespräch mit dem örtlichen Bauunternehmer und Eigentümer Dirk Specht herausbekommen haben, wäre der mit einer Nutzung des Adria als Treffpunkt einverstanden. Nach der Vorstellung der Idee im Sozialausschuss wollen Bürgermeister Dieter Schönfeld und die Fraktionen das Thema aufgreifen und die Möglichkeiten einer Realisierung ausloten.

 Auch die Kinder waren im Blick. Einen Indoor-Spielplatz kann sich Alexandra Rotenberger gut vorstellen. Ein Kletterbaum, mehr Veranstaltungen und Arbeitsgruppen für Kinder und Familien sowie eine Skaterbahn und eine Achterbahn wurden vorgeschlagen. Öfter willkommen wäre die Stadtreinigung auf dem Spielplatz, ebenso wie in der Gorch-Fock-Straße. Besonders wichtig sei auch ein Lebensmittelanbieter mit einem breiten Sortiment, waren sich viele der Befragten einig. Zwei Einwohner wünschten sich eine Sanierung ihrer Mietshäuser.

 „Die Leute haben mir viel mehr erzählt, ich habe das Wichtigste ausgewählt“, sagte Fanny Harder. Sie habe daraus eine Auswahl getroffen. Ohne den Zwang, fotografiert zu werden, hätten sich wohl mehr Leute geäußert, vermutete sie. Ziel sei aber nicht eine repräsentative Umfrage gewesen, ergänzte ihre Chefin Anette Quast, Inhaberin des Büros Polis aktiv, die das Heft mit Bauamtsleiterin Antje Langethal vorstellte. Es sollte im Rahmen des EU-Förderprogramms „Soziale Stadt“ etwas entstehen, das man nach außen präsentieren könne.

 Das Heft mit dem Titel „Südstadt 2030“, das aus den Fördermitteln bezahlt wurde, liegt ab sofort in der Evangelischen Familienbildungsstätte aus. Dort sind die Seiten auch auf Bilderrahmen verteilt an der Wand zu sehen.

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