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AKN-Stau bleibt wohl

Ellerau AKN-Stau bleibt wohl

Am Bahnübergang am Berliner Damm bilden sich regelmäßig lange Staus, wenn der Autoverkehr die AKN-Züge abwarten muss. Ellerau und Quickborn hofften bislang darauf, dass sich im Rahmen des S-Bahn-Ausbaus daran etwas ändern könnte - wohl vergeblich.

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Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (von links), Elleraus Bürgermeister Eckart Urban und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer diskutierten gemeinsam mit Bürgern über die Verkehrsprobleme am AKN-Bahnhof am Berliner Damm in Ellerau.

Quelle: Alexander Christ

Ellerau. Das sei unwahrscheinlich, erklärte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer vor Ort.

Spätestens 2020 sollen zwischen Kaltenkirchen und Hamburg elektrifizierte S-Bahn-Züge die jetzigen Dieselloks der AKN ersetzen. Das zumindest ist der gemeinsame Wille des Hamburger Senats und der Landesregierung in Kiel. Beide sind zu gleichen Teilen Anteilseigner der AKN Eisenbahn AG. Nun traf sich Verkehrsminister Meyer mit Elleraus Bürgermeister Eckart Urban und dessen Quickborner Amtskollegen Thomas Köppl, um sich über die Situation an der Bahnstrecke zu informieren. Ihm wurde auch der Staupunkt am Berliner Damm/Einmündung Bahnstraße gezeigt. Anschließend wurde mit Bürgern diskutiert.

 Meyer erklärte, dass Hamburg und Schleswig-Holstein mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 90 Millionen Euro für die Umstellung der Trasse auf durchgehend zweigleisigen Schienenverkehr mit elektrifizierten Zügen rechnen. Die gewünschte Tunnel- oder Brückenlösung am Berliner Damm in Ellerau sei in diesem Kostenpaket nicht enthalten. Sie würde mit weiteren 30 bis 35 Millionen Euro zu Buche schlagen. Dafür stünden keine Bundesmittel bereit.

 Entlastung für den Verkehr am Bahnübergang an der Grenze zwischen Ellerau und Quickborn könnte jedoch eine Umgehungsstraße bringen. Sie könnte beispielsweise auf Quickborner Gemeindegebiet im Bereich des Gronautals gebaut werden: als Verbindungstrasse und Weiterführung der Pascalstraße über die bereits existierende Gronaubrücke bis hin zum Kreisverkehr an der Malchower Brücke. Gegen derartige Pläne wehren sich allerdings Mitglieder einer Bürgerinitiative sowie SPD und Grüne in Quickborn. Sie wollen eine Trassenlegung durch das zurzeit als Naturschutzgebiet ausgewiesene Flora-Fauna-Habitat verhindern.

 Dessen ungeachtet haben Ellerau und Quickborn für den Bau einer Umgehungsstraße oder andere straßenbauliche Maßnahmen, die den Verkehr im Bereich des Bahnübergangs entlasten sollen, vorsorglich insgesamt 160000 Euro in ihre Etats eingestellt. Bürgermeister Urban: „Mit den Straßenbaumaßnahmen könnte bereits vor Beginn der Umstellung der AKN-Strecke auf elektrifizierten S-Bahnbetrieb begonnen werden.“

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