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Ein Weinstock zum Abschluss

Bad Bramstedt Ein Weinstock zum Abschluss

Turm, Dach, Gebälk - die Maria-Magdalenen-Kirche erhielt außen und innen eine Renovierung für fast 1 Million Euro. Jetzt wurde den Beteiligten mit einem Empfang gedankt.

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Ina Koppelin und Stefan Dörksen (beide ganz linkss) bedankten sich mit kleinen Geschenken und viel Lob bei den Handwerken und Architekten.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. „So eine schöne Kirche!“ Diesen Satz hört Petra Fenske oft von Besuchern, bei Führungen oder einfach zwischendurch. Die Pastorin hielt am Mittwoch die Andacht zum feierlichen Abschlussfest zum Ende der umfangreichen Sanierungsarbeiten. Wie dringend notwendig sie wirklich waren, vor allem aus Sicherheitsgründen, wurde erst während der Bauarbeiten deutlich: Einige glockentragende Balken waren bereits so morsch, dass die schweren Klangkörper hätten herunterfallen können.

 Doch Gott sei Dank ist nichts passiert. Der Turm ist stabil, die Wände sind weiß, Balken wurden teilweise freigelegt, vergammelte Stücke ausgewechselt, Stahlträger haben die Aufgabe der morschen Querbalken übernommen und 11250 neue Pfannen schmücken das Dach.

 950000 Euro hat die Sanierung gekostet. „Das ist kein Pappenstiel“, sagte Susanne Bieler-Seelhoff, Leiterin der Abteilung Kultur im schleswig-holsteinischen Ministerium für Justiz, Kultur und Europa, die zur Feier kam und ein paar Grußworte sprach. Sie sei sehr froh darüber, dass der Bund aus dem Haushaltsjahr 2012 knapp ein Drittel der Kosten (300000 Euro) beigesteuert hat. „Dank der hervorragenden Verhandlungstaktik von Jürgen Koppelin konnten 40 Kulturdenkmäler in Schleswig-Holstein saniert werden“, lobte sie ausdrücklich den ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten.

 Danksagungen gab es viele während der Feierstunde. Dem verantwortlichen Architekt Torsten Ewers fiel der Abschied schwer: „Ich werde Sie vermissen. Eine solche Baustelle mit so viel Engagement und Respekt habe ich noch nie erlebt.“ Er hob vor allem die Arbeit der Handwerker hervor. „Als Architekt ist man hilflos ohne die ausführenden Hände. Die Zusammenarbeit war unkompliziert und die Chemie stimmte.“ Als Dank schenkte er der Kirche einen Weinstock mit einigen Früchten daran - in Form von vier 50-Euro-Scheinen.

 Ina Koppelin, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und auch bei den vielen Geldgebern: „Der Spendenstand steht bei 52500 Euro“, freute sie sich.

 „Die Arbeiten haben mich sehr beeindruckt“, lobte Stefan Dörksen, Vorsitzender des Kirchen-Bauausschusses, die beteiligten Gewerke: „Martin Uhle und Tibor Rodatz von der Maurerfirma Bauunion Wismar kamen jeden Tag über Monate hinweg von Wismar nach Bad Bramstedt gefahren - täglich 320 Kilometer!“ Da sie die Kirche jetzt nicht mehr täglich zu Gesicht bekommen, schenkte er ihnen ein Abbild des Gotteshauses. Alle anderen Gewerke kamen aus Bad Bramstedt; sie erhielten handgefertigte Kerzenteller zum Dank.

 Anschließend gab es im Kirchenvorraum ein nettes Beisammensein aller an der Sanierung Beteiligten. Und der Weinstock wurde auch gleich eingepflanzt und begossen.

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