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Enten hatten Gegenwind

Bad Segeberg Enten hatten Gegenwind

Für kleine Gummienten herrschte gestern einfach zu viel Wind. Selbst für die ganze Meute von rund tausend Quietschetierchen war das Vorankommen auf dem Großen Segeberger See beim Entenrennen des Kiwanis-Clubs schwierig.

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Besonders schön verzierte Enten wurden prämiert.

Bad Segeberg. Da konnte die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg vom Boot aus noch so kräftig mit dem Laubsauger hinter ihnen per pusten. Es dauerte eine gute Stunde, bis das gelbe Gewimmel am Ziel angelangt war und die Sieger vom Kiwanis-Präsidenten Detlev Kreimeyer herausgefischt werden konnten.

 Mehrmals ging das ein oder andere Spielzeugtier stiften und büxte aus der Rennstrecke aus. Dann fischten Mitglieder des Technischen Hilfswerks es wieder heraus und warfen es zurück zu den anderen. Den Parcours kurz vor dem Start nochmal umzudrehen und den Windverhältnissen anzupassen war nicht mehr möglich gewsesen. Beim Aufbau hsatte sich noch lkein Lüftchen gerührt.

 Auf den Besitzer des Plastiktierchens mit der Nummer 28272 wartet nun ein Reisegutschein – anwesend war er bei der Bekanntgabe der schnellsten Rennenten nicht mehr.

 Zum Glück spielte das Wetter bei der beliebten Benefiz-Veranstaltung ansonsten prima mit; gut 1500 große und kleine Besucher genossen den schönen Tag an der See-Promenade. Auf Bänken oder im Gras, auf den neuen Stufen oder den steinernen Umrandungen der Blumenbeete saßen die Zuschauer, beobachteten das Geschehen, hielten Klönschnack und futterten Crepes oder Würstchen, denn der Kiwanis-Club hatte auch bei der sechsten Auflage seines Rennens ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.

 Eine Trommelgruppe sorgte zunächst für schwungvolle Unterhaltung, danach zeigten drei Linedance-Gruppe aus dem Kreis Segeberg, wie viel Spaß es machen kann, gemeinsam in Reihen zu tanzen. Dass ihnen bei einer kräftigen Windbö fast das Zelt davon geweht wurde, brachte sie nur kurzfristig aus dem Takt.

 Einige örtliche Vereine hatten Informationstische aufgebaut, auch der Kiwanis-Club selbst berichtete von seiner Arbeit. In den vergangenen Jahren sei durch die ehrenamtliche Arbeit des Kiwanis-Clubs, das Entenrennen und andere Veranstaltungen viel Geld zusammengekommen, lobte stellvertretender Bürgermeister Jens Lichte den Verein. „Segeberger Einrichtungen können so von unbürokratischer Hilfe profitieren.“

 In diesem Jahr geht der Erlös unter anderem an den Kinderhospizverein „Die Muschel“, das Projekt „Wellcome“ und an den Kinderschutzbund. Zum ersten Mal fand das Rennen allerdings vor den Sommerferien statt, weil kein anderer Termin mit den Helfern und der Stadt Bad Segeberg hatte gefunden werden können. Wegen des ungewohnten Termins fiel die Beteiligung spürbar geringer aus. Statt wie in den Vorjahren über 1500 Enten, die zum Preis von je 5 Euro verkauft worden waren, konnten nur etwa 1000 zu Wasser gelassen werden. Die Beteiligung sei diesmal wirklich geringer ausgefallen, bedauerte Kiwanis-Präsident Kreimeyer.

 Die Kreativität beim Verzieren der Gummienten war aber wieder bemerkenswert – viele waren bemalt, beklebt sowie mit Federn, kleinen Hüten oder anderen Accessoires aufgepeppten worden. Die Besitzer der schönsten 15 Exemplare bekamen kleine Preise wie Einkaufsgutscheine oder Spielzeug. Da machte es auch nichts, wenn ihr Kopfschmuck einige Enten am Vorwärtskommen hinderte oder sie umkippen ließ. Dann brachte sie die Strecke eben mit dem Kopf unter Wasser hinter sich.

 „Wir liegen ganz hinten“, beichtete ein Vater seinem kleinen Sohn, hatte jedoch auch gute Nachrichten: „Unsere Ente hat bestimmt ganz viel Spaß!“ Den hatten auf alle Fälle auch die Besucher der Veranstaltung.

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