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Der Adventskalender steht schon

Erlebniswald Trappenkamp Der Adventskalender steht schon

Wohl alles andere als Schnee geht dem Durchschnitts-Holsteiner in diesen Tagen durch den Sinn. Doch ein Dutzend Männer und Frauen ist mittendrin in der Weihnachtsvorbereitung, hat sogar schon einen riesigen Adventskalender aufgestellt – im Erlebniswald Trappenkamp.

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Es weihnachtet im Erlebniswald – dank des Einsatzes von Sascha Bonath, Detlev Förster und der Beschäftigten der Segeberger Wohn- und Werkstätten.

Quelle: Detlef Dreessen

Daldorf. Der Weihnachtsstern im Kalender strahlt hell, auch in einigen „Tannenwipfeln“ leuchten die ersten Sterne. Dabei haben die Mitarbeiter und Beschäftigten der Segeberger Wohn- und Werkstätten sich keineswegs im Kalender vertan. Im Gegenteil: Sie haben genau im Blick, dass es noch ungefähr acht Wochen dauert, bis Tausende von Besuchern zur großen Waldweihnacht kommen. Sogar schon am 14. November beginnt die Zeit der Miniwaldweihnacht. „Dann kommen Zweit- und Drittklässler aus vielen Schulen in den Wichtelwald, um sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen“, weiß Thomas Gessner, Holzmechaniker mit sonderpädagogischer Zusatzausbildung, der die Gruppe leitet.

 Bis die Lütten kommen, muss alles perfekt sein. Mit Werkzeug vom Gabelstapler bis zum Akkuschrauber werkeln die „Wichtel“ daher unter Leitung von Gessner und seinem Kollegen, Garten- und Landschaftsbauer Sascha Bonath. Als erstes sind die Hütten aufzubauen, in denen Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule am 3. und 4. Dezember Märchen spielen werden. „Die haben uns Zeichnungen geschickt, wie alles aussehen soll“, berichtet Gessner. „Jedes Jahr wird etwas Neues gespielt. Da muss dann schon mal ein Brunnen gezimmert werden, oder ein Backofen.“

 Auch die Punschbuden haben die Leute im Griff. Dabei geht es ihnen wie vielen zu Hause: Wenn die Sachen aus dem Keller geholt werden – oder eben aus dem Lager – liegt doch nicht alles da, wo man glaubte, es vor einem Jahr abgelegt zu haben. Dann greifen die Männer zur Säge und basteln sich eben zurecht, was sie brauchen.

 Die Gärtnertruppe macht derweil die Wege und Plätze frei und rammt Pfosten in die Erde. „Auf denen werden Lichter platziert“, erklärt Sascha Bonath, denn Tausende von Glühbirnen werden später den Wald in romantisches Licht tauchen. 60 Stationen sollen am Ende rund um den Bethlehem-Stall stehen, jeweils mit Buden, Tischen, Bänken. Wohl wenige Besucher werden dann an die Arbeiter denken, die hier Wochen vorher alles hübsch zurechtgemacht haben, doch die Beschäftigten können damit leben. „Wir freuen uns jeden Tag darüber, was wir geschafft haben“, sagt Detlev Förster, der sich auch freut, dass er diesen betreuten Job bekommen hat: „Viel besser als Paletten zusammenzuschießen! Hier ist man an der frischen Luft.“ Manchmal, gibt auch Sascha Bonath zu, fühle er sich schon ein bisschen weihnachtlich: „Wenn alles leuchtet, ist das schon ein schönes Erlebnis.“

 Thomas Gessner, der nun schon seit 15 Jahren im Oktober die Weihnachtsbuden des Erlebniswaldes aufbaut, freut sich noch aufs Fest, wenn er mit den eigenen Kindern Kekse backt. Noch aber werde beim gemeinsamen Kaffeetrinken nach getaner Arbeit auf Lebkuchen verzichtet.

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