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Die große Schlacht rückt näher

Erlebniswald Trappenkamp Die große Schlacht rückt näher

400 Hobby-Kämpfer werden am Wochenende 21. und 22. Mai im Erlebniswald das Gefecht von Suentana von 798 zwischen Slawen und Sachsen nachstellen. Schon lange werden unter der Leitung des Teams Eisenwald die Abläufe einstudiert.

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Sönke Sandhoff (42) aus Bornhöved macht seit sieben Jahren bei den Veranstaltungen mit und findet es schön, mal wieder wie ein Kind zu spielen.

Quelle: Ron Zielinski

Daldorf. Es wird die dritte Show dieser Art mit Fußvolk, Reitern und Bogenschützen, aber auch Händlern sein. Im vergangenen Jahr besuchten etwa 15000 bis 20000 Besucher die Veranstaltung. Historiker und Archäologen haben viele Informationen zusammengetragen, um Kleidung und Waffen möglichst wirklichkeitsnah rekonstruieren zu können. Der genaue Ort der Schlacht ist nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass sich Suentana in der Umgebung von Bornhöved und Trappenkamp befunden hat.

 Björn Bunz (39) aus Wahlstedt stellt bei der Schlacht den sächsischen Heerführer dar und zählt zu den Initiatoren. Seit 15 Jahren nimmt er an historischen Veranstaltungen teil. „Ich finde es toll, wenn wir dazu beitragen können, die Geschichte unserer Region den Besuchern näher zu bringen.“ Vater Gerald Bunz (66) wird als Moderator durch das Programm führen. „Es wird auch eine Waffen-Schau, Kleidung, Pferde, Ausrüstungen und Händler geben.“ Außerdem stellt die Landbrauerei Rickling eigens ein Suentana-Bier her.

 „Die Teilnehmenden trafen sich im Winter zum Training in einer Tennishalle in Bad Segeberg, um sich auf die Kampfhandlungen vorzubereiten“, verrät Gerald Bunz. Seit April wird im Erlebniswald geprobt. Auf Sicherheit wird streng geachtet, betont Björn Bunz: „Alle Teilnehmenden dürfen nur Waffen tragen, die stumpfe Klingen und abgerundete Spitzen haben.“ Denn im Gegensatz zu den sogenannten Live-Rollenspielen mit Schaumstoff- oder Silikon-Waffen nutzen die Krieger des Projekts Eisenwald Waffen aus Metall und Holz. Bislang habe sich aber niemand ernsthafte Verletzungen zugezogen.

 Interessierte können mitspielen. „Wer kämpfen möchte, muss beweisen, dass er oder sie sicher und den Regeln entsprechend handelt“, sagt Björn Bunz.

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Foto: Jamie Johannsen (links) probierte, wie scharf das Schwerrt von Sachsen-Kämpfer Norman Wieck ist.

Eine packende Szenerie bot sich den Besuchern des Erlebniswaldes Trappenkamp am Sonnabend: 500 Mittelalterfans verwandelten ein großes Areal in das Gelände, auf dem im Jahre 798 die Schlacht bei Suentana stattfand.

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