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Gesundheit auf der Spur

Kreis Segeberg Gesundheit auf der Spur

Viele Gesundheitsstörungen in jungen Lebensjahren werden zu Risikofaktoren für schwerwiegende Erkrankungen im späteren Leben. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Aufklärung über gesundes Leben und den Umgang mit Krisen. Da setzte am Donnerstag der erste Jugendgesundheitstag im Kreishaus in Bad Segeberg an.

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Auch die Zähne der Schüler wurden beim Jugendgesundheitstag in Bad Segeberg unter die Lupe genommen.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. 158 Mädchen und Jungen, 13 und 14 Jahre alt, aus vier Schulen informierten sich bei 30 Fachleuten. Geführt wurden die Gruppen von Zwölftklässlern der Dahlmannschule in Bad Segeberg. Erwartet waren über 200 Kinder, aber eine Schule hatte kurzfristig abgesagt, weil die Terminüberschneidung mit einem Schulfest nicht rechtzeitig aufgefallen war. „Das ist natürlich schade, weil andere jetzt nicht mehr teilnehmen können“, sagte Sylvia Hakimpour-Zern, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit in der Segeberger Kreisverwaltung. Mit einem neunköpfigen Organisationsteam hatte sie den Tag fast ein Jahr lang vorbereitet. Anregungen hatten sie sich bei den Kollegen der Kreisverwaltung von Nordfriesland geholt, die in Sachen Jugendgesundheit Vorreiter in Schleswig-Holstein sind. Die Organisatorin Regine Ladzenski aus Husum guckte sich gestern im Kreishaus um und war ganz angetan vom Segeberger Angebot.

 In Gesprächen mit niedergelassenen Ärzten sei ihren Kollegen aufgefallen, dass die Vorsorgeuntersuchungen von Jugendlichen „nicht optimal genutzt werden“, berichtete Hakimpour-Zern. Die größten Gesundheitsgefahren sind nach Angaben ihrer Kollegen Übergewicht, Infektionen, Verletzungen durch Unfälle und psychische Probleme.

 Um gegenzusteuern, wollte das Gesundheitsamt ein Angebot machen, das über den Alltag hinausgeht. So gab es nicht nur Tipps zur richtigen Zahnpflege, sondern auch Hinweise, was Bleeching und Zungenpiercing im Mund anrichten können. „Nie zu früh“ könne man auf die Gefahren von Cannabis und Alkohol hinweisen, meinte die Fachdienstleiterin. Die 14-jährige Jana Gawinski aus Neuengörs gab ihr Recht. Sie hatte mit ihrer 7a der Gemeinschaftsschule am Seminarweg in Bad Segeberg den Info-Parcours hinter sich und fand die Suchtberatung „am interessantesten“. Ganz aufmerksam waren die Schüler auch in der Sitzecke von Pro Famila, wo es um Liebe, Sexualität und Freundschaft ging. Mehr Konzentration hätte dagegen gut getan, als Jörg Schmidt über psychische Erkrankungen aufklärte und auf das Projekt „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ neugierig machen wollte. Es ist vor wenigen Wochen an einer Schule in Kisdorf gestartet und soll nach den Sommerferien weiteren 8. Klassen angeboten werden.

 Heute wollen sich die Akteure zusammensetzen und die Erfahrungen auswerten. Einige Erkenntnisse können vielleicht in den Jugendgesundheitstag am Dienstag, 30. Juni, in der Turnhalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Kaltenkirchen einfließen. Danach wird entschieden, ob und wie es Jugendgesundheitstage 2016 geben wird.

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