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Co-Pilot sagte beim Absturz "Oh, ups"

Unglück in Bimöhlen Co-Pilot sagte beim Absturz "Oh, ups"

Laut einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) könnte eine falsche Reaktion des Co-Piloten schuld am Hubschrauber-Absturz bei Bimöhlen (Kreis Segeberg) sein. Der Helikopter hatte sich im Schwebeflug viereinhalb Mal um die eigene Achse gedreht.

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Ein Hubschrauber der Bundespolizei war am 25. Februar in Bimöhlen (Kreis Segeberg) abgestürzt. Zwei Menschen starben.

Quelle: Frank Behling (Archiv)

Bimöhlen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersucht seit Februar, warum ein Bundespolizei-Hubschrauber in Bimöhlen abgestürzt ist. Nun wurde ein erster Zwischenbericht veröffentlicht, der Details zum Absturz offenbart. So soll der Co-Pilot das Unglück mit "Oh, ups" kommentiert haben, während der Pilot "Fahrt, Fahrt, Fahrt" rief. Währendessen soll sich der Hubschrauber innerhalb von zwölf Sekunden viereinhalb Mal um die eigene Achse gedreht haben und dann mit hoher Geschwindigkeit auf ein Feld gestürzt sein. Das ergab die Auswertung des Stimmrekorders und des Flugdatenschreibers.

Laut dem Zwischenbericht soll der Co-Pilot (32) auf das linke Pedal getreten haben - offenbar aber nicht kräftig genug. Auch ein weiterer Versuch konnte die ungewollte Rechtsdrehung im Schwebeflug nicht beenden. Der Helikopter stürzte ab, der 33-jährige Pilot und ein 42-jähriger Bordtechniker kamen ums Leben. Der Co-Pilot überlebte schwer verletzt.

In Bimöhlen (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein) ist ein Hubschrauber abgestürzt. Hier sehen Sie Bilder.

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Nach Angaben der BFU trug der Co-Pilot bei dem Nachtflug die Verantwortung. Der Pilot war zum Unglückszeitpunkt als "Pilot Non Flying" an Bord. Er bediente die Wärmebildkamera und tauschte sich mit dem Bordtechniker und der Bodenstation über die Qualität des Wärmebildes aus.

Bis zum Abschlussbericht werden vermutlich noch einige Monate vergehen. Erst dann kann die genaue Unfallursache benannt werden.

Hier sehen Sie Bilder von den Bergungsarbeiten in Bimöhlen.

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Bimöhlen
Foto: In Bimöhlen war ein Hubschrauber der Bundespolizei abgestürzt.

Der Landtag hat der Opfer des Absturzes eines Bundespolizei-Hubschraubers am 25. Februar in Bimöhlen (Kreis Segeberg) gedacht. „Zwei Bundespolizisten wurden bei diesem tragischen Unglück aus dem Leben gerissen“, sagte Landtagspräsident Klaus Schlie bei einer Gedenkminute zur Eröffnung der Landtagssitzung.

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