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Der TV-Dreh war „spannend“

Fahrenkrug Der TV-Dreh war „spannend“

Keno Fakhoury darf an diesem Mittwoch etwas länger fernsehen. Sehen wird er – sich selbst. Der zwölfjährige Fahrenkruger spielt im Drama „Unter der Haut“ mit, das am Mittwoch ab 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Im Sommer wirkte er bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg mit.

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Keno Fakhoury (Mitte) verkörpert Andreas, der an der Bluter-Krankheit leidet. Er ist der Bruder von Martin (Paul Zietz, links).

Quelle: Christine Schroeder

Fahrenkrug. Der Schüler des Städtischen Gymnasiums durfte bei der Karl-May-Spielen die Premiere spielen und feierte im September mit dem gesamten Team einen neuen Rekord mit über 346000 Zuschauern. Und nun ist er im Herbst zweimal im Fernsehen zu sehen.

 Seit 2008 ist Keno bei einer Kinderagentur gelistet. Häufig wurde der blonde Junge mit dem freundlichen Gesicht in der Werbung eingesetzt. Doch inzwischen warten auch schauspielerische Aufgaben auf ihn.

 Den Film „Unter der Haut“ drehte der renommierte Regisseur Friedemann Fromm bereits 2013. Keno sieht also ein wenig jünger aus, und seine langen Haare musste er sich für den Streifen abschneiden. „Das war kein Problem“, sagt er. Schließlich spielt der Teil der Handlung, in dem er auftritt, in den 1960er Jahren – und da waren die Jungs noch ganz anders frisiert als heute.

 Der Film dreht sich um Martin Siedler (Friedrich Mücke), der als Pressereferent in einem führenden Pharmaunternehmen arbeitet. Er ahnt nicht, dass das angebliche Wundermittel der Firma mit dem HIV-Virus verseucht ist. Auch Martin Seidler, von Geburt an Bluter, infiziert sich.

 In Rückblicken wird die Kindheit der Hauptfigur beleuchtet. Martin erinnert sich an das tragische Schicksal seines Bruders Andreas – und dessen Rolle spielt Keno Fakhoury. Viel Text lernen musste der junge Fahrenkruger nicht. Die Rolle wird in den Rückblenden weitgehend stumm inszeniert. Dafür muss Keno in dramatischen und ergreifenden Szenen mitspielen, denn auch der kleine Andreas leidet unter der erblich weitergegebenen Bluter-Krankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist.

 „Wir haben in Hamburg und in Niedersachsen gedreht“, schildert der Sechstklässler. Drei Drehtage waren für ihn vorgesehen. Besonders spannend fand er die Szenen, die in einem Schwimmbad spielen. „Da musste ich rückwärts ins Wasser fallen und untergehen.“ Nichts, womit er in Gefahr geraten wäre: Keno ist ein geübter Schwimmer mit Silberabzeichen.

 Auch auf dem Fußballplatz wurde gefilmt. Dort wird Andreas leicht am Arm verletzt. Schwerer wiegt aber ein Tritt, den er im Schwimmbad abbekommt. Dieser Zwischenfall führt zu Kenos traurigster Szene in den Armen seiner Film-Mutter (Ulrike Krumbiegel). „Da bin ich gestorben.“ War das für ihn schlimm? „Nö! Das war ganz spannend!“ Ulrike Krumbiegel sei vor dem Dreh mit Creme und Puder blass geschminkt worden, erzählt Keno, und er selbst auch. Dann mussten noch jede Menge falsche Tränen her. Nach kurzer Zeit war die Szene im Kasten.

 Im vergangenen Jahr wurde der Film bei den Hamburger Filmfestspielen gezeigt. Und wer lief über den roten Teppich? Keno Fakhoury. Gemeinsam mit Paul Zietz, der den jungen Martin Siedler spielte, posierte er cool für die Kameras der Fotografen. Mit Paul ist Keno seit dem gemeinsamen Dreh befreundet.

 Doch „Unter der Haut“ ist nicht der einzige Fernseh-Einsatz des zwölfjährigen Fahrenkrugers. Am 19. Dezember ist Keno in einer Folge der beliebten Kinderdetektivserie „Die Pfefferkörner“ zu sehen. Gedreht wurde die Episode erst vor gut vier Wochen in Hamburg. „Meine Rolle heißt Noah und ist ein Schüler“, sagt Keno. Auf einem Hamburger Schulhof entstanden die Aufnahmen, bei denen er von den „Pfefferkörnern“ befragt wird. Dabei hatte Keno auch ein bisschen Text.

 Dass er auch größere Rollen spielen kann, haben die Karl-May-Zuschauer längst gesehen. Gern würde er am Kalkberg wieder mitmachen, denn der Sommer im Wilden Westen von Bad Segeberg war für ihn unvergesslich. Noch unvergesslicher, als im Fernsehen zu sterben.

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