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Die Milch-Tankstelle

Fahrenkrug Die Milch-Tankstelle

Schon am ersten Tag floss reichlich frische Landmilch aus der Zapfstelle. Die Landwirte Jörg Böttger und Bernd Reimers eröffneten ihre Milch-Tankstelle an der Segeberger Straße 8. Sie wagen wegen der schlechten Lage auf dem Milchmarkt die Direktvermarktung, allerdings in geringer Menge.

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Als erste Kundin an der „Milch-Tankstelle“ zapfte Rachel Lüthje (links) einen Liter Rohmilch mit Sohn Colin (7) und Tochter Carolina (10).  Mit dabei Landwirt Jörg Böttger und seine Tochter Emma.

Quelle: Karsten Paulsen

Fahrenkrug. Ihre 65 Milchkühe produzieren täglich rund 1800 Liter; das angestrebte Verkaufsziel von 50 bis 60 Litern am Tag schafften die kreativen Landwirteam Premierentag locker. Sie hatten ihre Betriebe 1995 zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zusammengeschlossen.

 Als erste Kunden nutzten die Nachbarn Rachel Lüthje und Manfred Büll den leicht zu bedienenden Milchautomaten in einem separaten Raum, der rund um die Uhr geöffnet ist und videoüberwacht wird. Einfach Geld einwerfen (1 Euro für einen Liter), das Gefäß in den Milchautomaten unter den Zapfhahn stellen, den Knopf drücken - und los geht es.

 Wird die Flasche auf Wunsch nicht voll gefüllt, erfolgt automatisch eine entsprechende Geldrückgabe. Glas- und PET-Flaschen stehen im Ausschankraum gegen ein Entgelt zur Verfügung. Auch eigene Flaschen können befüllt werden. Der Automat fasst 150 Liter Milch, wird täglich gereinigt und frisch befüllt.

 Die auf etwa vier bis sechs Grad gekühlte Landmilch schmeckt lecker, bestätigten die Stammkunden der Landwirte. „Und sie ist gesund!“, ergänzt Jörg Böttger. Zum guten Geschmack trage auch der Milchfettgehalt von rund 4 Prozent bei. Damit kann man sogar Sahne gewinnen und Dickmilch herstellen. „Gesetzlich vorgeschrieben ist der Hinweis ,Rohmilch vor dem Verzehr abkochen’ an den Ausgabestellen“, erläuterte Böttger. „Vor allem für kleine Kinder sollte dies beachtet werden.“ Viele Menschen verzichten aber auf das Abkochen (kurzzeitiges Erhitzen auf etwa 72 Grad Celsius) und haben dennoch keine Probleme mit der Verträglichkeit. Angestoßen auf die Eröffnung wurde mit einem Schnaps. Dazu gab es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Die Tankstelle ist die zweite dieser Art im Kreis Segeberg. In Kisdorf betreibt Landwirt Ingo Pingel-Schümann ebenfalls eine Zapfstelle für Rohmilch.

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Ein Artikel von
Karsten Paulsen

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