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Falsche Polizisten unterwegs

Telefonanrufe Falsche Polizisten unterwegs

Bei der Polizei in Henstedt-Ulzburg haben sich in den vergangenen Tagen mehrere ältere Mitbürger gemeldet, denen zuvor dasselbe passiert war: ein Unbekannter hatte sich am Telefon als Kriminalbeamter ausgegeben und von Einbrüchen sowie Überfällen zum Nachteil von älteren Menschen in der Nachbarschaft berichtet.

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Die Polizei warnt vor falschen Beamten, die ältere Menschen anrufen.

Quelle: Sven Janssen

Henstedt-Ulzburg . Sogleich erkundigte sich der vermeintliche Polizist nach verdächtigen Wahrnehmungen im nahen Umfeld und ergänzte seine Ausführungen um frei erfundene Vorkommnisse, wie beispielsweise einem Überfall auf eine ältere Frau, welche infolgedessen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Bei skeptischen Nachfragen untermauerte der Anrufer seine Identität, indem er den Angerufenen eine fiktive telefonische Erreichbarkeit vorgaukelte oder den angeblichen Namen seines Vorgesetzten preisgab.

Im weiteren Verlauf der Gespräche verbreitete der Anrufer gezielt Angst, indem er gegenüber seiner ausgewählten Opfer erwähnte, dass sich ihr Name auf einer ihm vorliegenden Liste möglicher Einbruchziele befände und stellte unter dem Vorwand der Prävention gezielt Fragen zu Wertsachen im Haus sowie zu deren Aufbewahrung. Zudem versuchte die männliche Stimme Informationen zu Bankverbindungen und Girokonten zu erlangen.

Die Polizei warnt eindringlich davor, dass es sich bei derartigen Anrufen niemals um einen echten Polizisten handele. Kriminelle versuchen über diesen Weg, potentielle Opfer ausfindig zu machen. Sofern die angerufenen Personen am Telefon über ihre Wertgegenstände und deren Aufbewahrung sowie über ihre Gewohnheiten und regelmäßigen Abwesenheiten Auskunft erteilen, wissen die Täter, wo und wann sich beispielsweise ein Einbruch lohnen könnte.

Die Polizei rät, am Telefon grundsätzlich keine Auskünfte über Wertsachen, Sicherungseinrichtungen, Abwesenheiten, Anzahl der Bewohner, eventuelle Hunde, Bankverbindungen oder sonstige personenbezogene Daten preiszugeben. Falls die Möglichkeit besteht, sollte die Rufnummer des Anrufers notiert und umgehend die "echte" Polizei informiert werden.

In allen bekanntgewordenen Fällen wurden die angerufenen Personen im Laufe des Telefonates misstrauisch und verständigten die Polizei, wodurch es bisher glücklicherweise zu keinen vollendeten Taten gekommen ist.

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