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Aufstellfläche ist kein Parkplatz

Autos behindern Bad Segeberger Feuerwehr Aufstellfläche ist kein Parkplatz

Wenn bei Bad Segebergs Feuerwehrleuten daheim oder am Arbeitsplatz die Alarmmelder piepen, muss es meist ganz schnell gehen. Dann zählt im Zweifel jede Minute. Umso ärgerlicher ist es da, wenn die an der Wache ankommenden Helfer erst einmal schauen müssen, wo sie denn ihre privaten Autos abstellen können.

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Öffentliche Parkplätze (hinten) und Aufstellfläche für die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg (rechts daneben und vorne links) nebeneinander — das bringt immer wieder Probleme bei Einsätzen mit sich.

Quelle: Thorsten Beck

Bad Segeberg. „Die Situation ist in der letzten Zeit deutlich schwieriger geworden“, klagt Wehrführer Mark Zielinski. Denn immer häufiger seien Teile der durch Schilder eigentlich deutlich gekennzeichneten „Feuerwehr-Aufstellflächen“ auf dem Gelände an der B206 von Dauerparkern belegt. „Viele von denen machen das gar nicht aus Gleichgültigkeit oder bösem Willen – sie achten einfach nicht auf die Markierungen.“

 Dass es vor allem dann zu Platzproblemen kommt, wenn eine größere Anzahl von Blauröcken nahezu zeitgleich zum Einsatz eintrifft, liegt an der Lage des Grundstücks und der wohlmeinenden Parkraumpolitik der Stadt Bad Segeberg. Denn unmittelbar neben der Einfahrt auf das Gelände – vom Zubringer zwischen der Straße Am Landratspark und der Bundesstraße aus – befinden sich in einer langen Reihe auf städtischem Terrain gut 20 reguläre Stellplätze. Alle haben insbesondere für Berufstätige mit einem Arbeitsplatz in der Nähe einen unschätzbaren Vorteil: Sie sind kostenfrei und unterliegen darüber hinaus keiner zeitlichen Begrenzung.

 Nun erscheinen bei einer Alarmierung natürlich nicht immer sämtliche der aktuell 75 aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg auf der Bildfläche. Doch habe sich bei den Kameraden mit der Zeit eine gewisse Ordnung ergeben, seien Abläufe antrainiert: „Da weiß jeder, wo sich der andere hinstellt.“ Wenn es darum gehe, so rasch wie möglich auszurücken, dann sollte keine unnötige Zeit durch chaotisches Vor- und Rückwärtsrangieren verloren gehen, sagt der Wehrführer, „von der Unfallgefahr in der Hektik ganz zu schweigen“.

 Seit Januar weise die Statistik schon fast 90 Einsätze auf, bis Ende des Jahres dürften es für die Bad Segeberger wieder rund 250 werden. „Und bei uns kommen immer alle zuerst ins Feuerwehrhaus, niemand fährt direkt zum Einsatzort.“ Zielinkski appelliert daher an die Autofahrer, wirklich nur die vorgesehenen Plätze zu nutzen und die Wehr nicht unbeabsichtigt zu behindern. Denn die meisten der Eintreffenden gelangten durch das dortige Tor von hinten – auf direktem Wege – zu ihrer Einsatzkleidung und den Fahrzeugen in der Halle.

 Er verstehe ja durchaus, dass es verführerisch ist, die Aufstellflächen einfach mit einzubeziehen: „Da kommt man morgens und abends vorbei – und immer sind die frei.“ Doch was zwischenzeitlich passiere, bekämen die Betreffenden gar nicht mit. In letzter Konsequenz müsste darüber nachgedacht werden, das Gelände durch Tor oder Schranke zu sperren.

 Doch so weit will der Feuerwehrchef es nicht kommen lassen. Zum einen setzt er auf die Einsicht der Leute, zum anderen hofft er mittelfristig auf eine große Lösung. Seit Längerem wünscht sich die Freiwillige Feuerwehr eine Erweiterung ihres Grundstücks durch die benachbarte Asphaltfläche zwischen Bahnlinie und B206. Die gehört aber noch Gerhard Kraft. Und erwerben müsste sie die Stadt Bad Segeberg. Zielinski: „Dann wäre aber auch dieses Problem gelöst.“

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