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Gefragt wie nie zuvor

Ferienbetreuung in Bad Bramstedt Gefragt wie nie zuvor

Krippe, Nachmittagsgruppen in den Kitas, Ganztagsangebote in den Schulen - berufstätige Eltern finden heute ein weitgehend lückenloses Angebot, während ihrer Arbeitszeit die Kinder unterzubringen. Aber was ist, wenn Schule und Kita Ferien machen?

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Betreuerin Sophie Adrian zeigt den Kindern in der Ferienbetreuung, wie Wassertropfen in einem Glas aufsteigen, als gebe es keine Schwerkraft. Ins Glas müssen dazu Öl, Wasser und Salz.

Quelle: Jorid Behn

Bad Bramstedt. Seit fünf Jahren bemüht sich die evangelische Familienbildungsstätte, die Lücke mit einer Ferienbetreuung zu stopfen - und das mit zunehmendem Erfolg. 94 Kinder verbringen in diesem Jahr in den ersten drei Wochen der Sommerferien einige Tage oder auch Wochen in der Grundschule Am Storchennest, wo ihnen Spiel und Spaß geboten wird.

 Bei Besuch der SZ  bauten die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren fliegende Untertassen und probierten aus, wie Wassertropfen in einem Glas nach oben steigen, als gäbe es keine Schwerkraft. Das Motto der dritten Ferienwoche lautet nämlich: „Völlig losgelöst - Wir machen uns auf den Weg ins All“.

 Die Eltern der Kinder sind größtenteils beide berufstätig. „Wenn Oma und Opa nicht in der Nähe wohnen, sind sie auf eine Betreuung angewiesen“, weiß Petra Brennecke, Leiterin der Familienbildungsstätte. Schulen und die meisten Kindergärten sind in den Sommerferien geschlossen. Die Familienbildungsstätte sehe es als ihre Aufgabe an, den Eltern zu helfen.

 Die ersten Versuche einer Ferienbetreuung hatte die Familienbildungsstätte vor Jahren im Gemeindehaus Holsatenallee gestartet. Dort wurde es aber schnell zu eng, sodass in die Grundschule Am Storchennest umgezogen wurde. Im sechsten Jahr wird nun die Betreuung im Schulgebäude am Hoffeldweg angeboten und hat so viele Anmeldungen wie in keinem Jahr zuvor. „Am stärksten ist die Nachfrage immer in der ersten Ferienwoche“, hat Petra Brennecke festgestellt. Da waren 39 Kinder angemeldet, in dieser Woche sind es noch 20. In der ersten Ferienwoche beschäftigten sich die Kinder mit dem „Wilden Westen“, in der zweiten ging es dann in „80 Tagen um die Welt“ und nun steht das Weltall im Mittelpunkt. Es wird themenbezogen gebastelt, gemalt und experimentiert. „Mitmachen muss aber keiner. Wer spielen will, kann das natürlich“, sagt die Leiterin.

 Vier Betreuerinnen beschäftigt die Familienbildungsstätte. Eine davon ist Sophie Adrian. Die Bad Bramstedterin unterstützt sonst die Hausaufgabenhilfe in der Jürgen-Fuhlendorf-Schule. „Die gibt es in den Ferien nicht und deshalb habe ich mich hierfür beworben. Mit den Kindern zu spielen, macht großen Spaß und ist mal etwas ganz anderes“, sagt sie.

 Die Schön Klinik Bad Bramstedt hat, wie schon in den Vorjahren, eine Kooperationsvereinbarung mit der Familienbildungsstätte geschlossen. Auch Klinikmitarbeiter, die nicht in Bad Bramstedt und Umgebung wohnen, dürfen ihre Kinder in der Betreuung abgeben, während sie in der Klinik ihrem Beruf nachgehen. Davon haben diesmal sieben Mitarbeiter Gebrauch gemacht. Die Klinik unterstützt die Familienbildungsstätte mit Materialspenden und Ausflügen, zum Beispiel zur Moorbahn in Bad Bramstedt.

 Einige der 94 Kinder sind die ganzen drei Wochen dabei, andere nur eine. Pro Woche kostet die Betreuung von täglich 8 bis 13 Uhr 78 Euro, das Mittagessen ist inklusive. Wer sein Kind erst um 14 Uhr abholen kann, bezahlt 10 Euro mehr.

 Auch in der ersten Woche der Herbstferien wird die Familienbildungsstätte wieder zu diesen Preisen eine Betreuung anbieten. Wenn mindestens fünf Kinder dafür angemeldet werden, wird sogar ein Frühdienst ab 7 Uhr und ein Spätdienst bis 17 Uhr eingerichtet.

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