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Mehr als nur Deutsch lernen

Ferienprogramm am BBZ Mehr als nur Deutsch lernen

Sechs Ferienwochen können sehr lang werden, wenn man nichts zu tun hat. Deshalb machte das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Bad Segeberg Ausländern, die die DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) besuchen, weitere Angebote zur Freizeitgestaltung, etwa Verkehrserziehung - und Fußball.

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Harald Poppe (links), stellvertretender Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Segeberg, übte mit den jungen Männern Verkehrsregeln.

Quelle: Petra Stöver

Bad Segeberg. Kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahrs nimmt das Ferienprogramm am BBZ Fahrt auf. In dieser Woche haben junge Flüchtlinge die Wahl zwischen mehreren Angeboten. Das war auch schon in der ersten Ferienwoche so, dazwischen lief das Programm auf Schmalspur nur mit Sport. Zum ersten Mal hatte sich das Berufsbildungszentrum (BBZ) des Kreises in Bad Segeberg zu diesem Angebot entschlossen. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, die Deutschkenntnisse der Teilnehmer zu verbessern, sondern ihnen überhaupt eine Beschäftigung zu bieten.

 60 der zuletzt 110 Schüler hatten sich angemeldet, um einige Stunden am Vormittag freiwillig zu lernen. Gestern standen zum Beispiel Verkehrserziehung und Fußball auf dem Programm. Harald Poppe von der Kreisverkehrswacht vertiefte mit zwölf jungen Männern die Verkehrsregeln, die von ihnen manchmal noch eigenwillig ausgelegt werden. Täglich wird Deutsch unterrichtet. Heute soll es mit einer Fahrradwerkstatt weitergehen, in der Heino Wulff die Teilnehmer anleitet, damit ihre Räder verkehrssicher werden oder bleiben.

 Das Ferienprogramm für Flüchtlinge soll keine Eintagsfliege bleiben, sagte Schulleiter Heinz Sandbrink. Das BBZ hatte den Auftrag zur Ausgestaltung an die Volkshochschule Bad Segeberg übergeben, die einige Dozenten stellte. Die VHS wiederum sicherte sich das Organisationstalent von Kathrin Domanowki, im Hauptberuf Schulleiterin der Grundschule Warderfelde, die den Stundenplan aufstellte.

 6000 Euro kostet das Programm, nicht eingerechnet die Personalkosten des BBZ. Es wird überwiegend von einer Stiftung, die nicht genannt werden will, und dem Kreis Segeberg finanziert, sagte Landrat Jan Peter Schröder.

 2015 hatte das BBZ Bad Segeberg zwei neue DaZ-Klassen mit insgesamt 38 jungen Asylbewerbern gebildet. Sie erhielten zusätzlich zum Deutschunterricht auch Einblicke in die schuleigenen praktischen Ausbildungsbereiche. Im Laufe des Schuljahrs stieg die Zahl auf 160. Für das neue Schuljahr rechnet Sandbrink mit 120 Flüchtlingsschülern. Außerdem solle ein Klasse eingerichtet werden für über 18-Jährige, mit dem Ziel, dass sie ihren ersten allgemeinen Schulabschluss ablegen können. stö

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