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Wohnhaus bei Feuer stark beschädigt

Wahlstedt Wohnhaus bei Feuer stark beschädigt

Einem aufmerksamen Nachbarn dürfte es vor allem zu verdanken sein, dass bei einem Großfeuer am späten Samstagabend im Matthias-Claudius-Weg 11 niemand zu Schaden gekommen ist. Ein älteres Ehepaar konnte sein brennendes Einfamilienhaus noch rechtzeitig verlassen. Sogar zwei Haustiere, eine Katze und einen Papagei, wurden von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet.

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Auf rund 350000 Euro Sachschaden schätzt die Polizei den Schaden an dem Einfamilienhaus. Menschen wurden nicht verletzt.

Wahlstedt. Kurz vor 22 Uhr war die Freiwillige Feuerwehr Wahlstedt alarmiert worden. Als die ersten Rettungskräfte vor Ort eintrafen, stand der Dachstuhl bereits vollständig in Flammen. Wie sich schnell herausstellte, war das Feuer in der Wohnung im ersten Stock ausgebrochen, die laut Auskunft von Wahlstedts Gemeindewehrführer Jörg Neubauer erst später auf das ursprüngliche Flachdachhaus gebaut worden war. Diese Konstruktion bereitete den Einsatzkräften nun erhebliche Probleme: „Das bestand alles aus Holz und Gipskarton“, erklärte Neubauer, „und brannte daher sehr schnell.“ Zum Glück seien die Bewohner aus dem ersten Stock nicht zu Hause gewesen.

 Die erste Stunde kämpfte die Wahlstedter Feuerwehr, unter anderem mit ihrer Drehleiter, allein gegen die Flammen. Dann wurden zunächst die Bad Segeberger Kollegen mit einer zweiten Leiter hinzugezogen, später kamen auch noch die Kameraden aus Fahrenkrug dazu. „Uns sind irgendwann die Atemschutz-Träger ausgegangen“, erklärte Neubauer gestern der Segeberger Zeitung, „manche waren nach einiger Zeit schlicht erschöpft.“ Am Ende beteiligten sich volle 30 Trupps mit jeweils zwei Mann an den Löscharbeiten. Erst kurz vor 6 Uhr am frühen Sonntagmorgen rückten die letzten Blauröcke wieder ab.

 Zurück blieb ein stark beschädigtes Haus, das zumindest derzeit nicht bewohnbar ist. Den Schaden schätzt die Polizei auf 350000 Euro. Das Ehepaar, das laut Wehrführer - bei allem Unglück - vor allem über die Rettung ihres geliebten Papageien erleichtert war, ist zunächst bei Nachbarn untergekommen. Denn auch der untere Teil des Gebäudes ist erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden: „In einem Bereich ist die Decke zum Obergeschoss durchgebrochen“, berichtete Neubauer. Möglicherweise sei das Einfamilienhaus gar nicht mehr zu retten.

 Zur Ursache des Unglücks hielt sich die Feuerwehr gestern bedeckt. Aus Polizeikreisen war jedoch zu erfahren, dass von der Kripo Bad Segeberg auch in Richtung Fahrlässigkeit ermittelt wird. Ein technischer Defekt sei zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht auszuschließen.

 Für die Freiwillige Feuerwehr war es der dritte Brandeinsatz am Wochenende. Am Sonnabendmorgen waren die Helfer zunächst zu einem Heckenbrand in die Hofkoppel gerufen worden. Später war die Wehr bereits auf dem Weg zu einem brennenden Auto auf der Autobahn 21, wo sie allerdings nicht mehr einzugreifen brauchte.

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