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Sorge wegen Flüchtlingsunterkunft

Feuerwehr Bad Segeberg Sorge wegen Flüchtlingsunterkunft

Stadtverwaltung und Feuerwehr hadern mit der Informationspolitik der Landesregierung in Sachen Flüchtlingsunterkunft. Gemeindewehrführer Mark Zielinski: „Wir wissen nicht, wann die angekündigten Personen in den Levo-Park kommen – und ob es wirklich 2000 werden. Aber wir brauchen schon jetzt einen Alarmplan für diesen Stadtteil.“

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Dieter Schönfeld gratulierte drei Männern zum Brandschutzehrenzeichen am Bande: (von rechts) Hauptbrandmeister Axel Pottkamp und Löschmeister Klaus Stolten (Silber für 25 Jahre) sowie Brandmeister Arno Tiefenbach zur Gold-Ausführung für 40 Jahre Dienst.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Die Wehr sehe sich in der Verantwortung, beklagte Zielinski während der Jahresversammlung der Blauröcke im Feuerwehrhaus den „unterirdischen“ Informationsfluss aus dem Kieler Innenministerium. Der Bürgermeister pflichtete dem etwas diplomatischer bei: „Suboptimal“. Er habe den Eindruck, die Landespolitik agiere „nur nach Gefühls- und Haushaltslage“, meinte der Wehrführer.

 Einen erfreulichen Lichtblick aus lokaler Sicht konnte der städtische Verwaltungschef immerhin beisteuern: Der seit Jahren gehegte Wunsch der unter Raumnot leidenden Wehr nach baulicher Erweiterung auf dem Nachbargrundstück könnte in absehbarer Zeit doch verwirklicht werden. Zusammen mit dem Wehrführer habe er unlängst „ein sehr konstruktives Gespräch“ mit der Eigner-Familie des Areals führen können und dabei positive Signale empfangen.

 Personell sieht sich die Feuerwehr der Kreisstadt „weiterhin gut aufgestellt“: Zu Jahresbeginn zählte sie 77 Aktive (Anfang 2015: 79), 16 Ehrenmitglieder, 27 Jugendfeuerwehrleute und 860 fördernde Mitglieder (gegenüber 965 im Jahr zuvor). Berücksichtigt man allerdings, dass dem Mitte 2015 gegründeten eigenständigen Förderverein bereits 165 Mitglieder beigetreten sind, so ist die Zahl der Unterstützer der Wehr insgesamt auf über 1000 gestiegen. Der Anteil der weiblichen Mitglieder unter den Aktiven beträgt erfreuliche 13 Prozent, der Altersdurchschnitt liegt bei nicht ganz 39 Jahren.

 Mit 217 Einsätzen war 2015 ein eher durchschnittliches Jahr. Bemerkenswert ist, dass technische Hilfeleistungen stetig zunehmen. Die Quote lag mit 137 derartigen Einsätzen inzwischen schon bei 63 Prozent. Brandeinsätze machten dagegen nur noch 15 Prozent der Alarmierungen aus. Andererseits gab es beachtliche 21 Prozent Fehlalarme. Im Durchschnitt rückte die Wehr pro Woche viereinhalb mal aus mit einer durchschnittlichen Mannschaftsstärke von zehn Einsatzkräften: „Also immer noch auf hohem Niveau“, wie Zielinski betonte.

 Er dankte seinen Mitstreitern nicht nur generell für ihr ehrenamtliches Engagement. Hohe Anerkennung sprach er den Aktiven speziell für zwei Einsätze in der Bahnhofstraße aus, „die uns zeitlich, aber auch emotional sehr gefordert haben“. Damit sprach Mark Zielinski den Unfalltod eines dreijährigen Jungen und den Gefahrgut-Einsatz nach ausgelaufener Säure an. Er würdigte das „qualifizierte und hoch professionelle Vorgehen“, bei dem die Kameraden ihren hohen Ausbildungsstand bewiesen hätten.

 Wegen der umfangreichen Berichte einschließlich des Berichts von Jugendwart Stefan Rungenhagen, etlicher Wahlen und einer langen Liste von Beförderungen und Ehrungen sowie Grußworten dauerte es geschlagene drei Stunden, bis die Blauröcke die Tagesordnung abgearbeitet hatten und zum Abendessen mit anschließendem Tanz ins Ihlsee-Restaurant abrücken konnten. Sie werden schon bald wieder zusammenkommen für die Vorbereitungen zum traditionellen Eisbein-Essen samt Kabarett-Aufführung am 30. Januar ab 20 Uhr im Vitalia-Seehotel. Kurz danach treffen sich die Aktiven gleich noch einmal zum ersten Dienst des Jahres und zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Sie wurde von der Wehrführung auf den 2. Februar angesetzt, da wegen geänderten Landesbrandschutzgesetzes noch im ersten Quartal eine neue Satzung zu beschließen ist.

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