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Feuerwehr braucht dringend Platz

Bad Segeberg Feuerwehr braucht dringend Platz

Mit deutlichen Worten drängt Wehrführer Mark Zielinski darauf, die seit Jahren geplante Erweiterung des Feuerwehrhauses an der B 206 und den Bau zusätzlicher Parkplätze endlich zu vollziehen. Das Projekt gestaltet sich allerdings schwierig, weil der Kommune dafür das Bauland fehlt.

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Wehrführer Mark Zielinski mahnt für das Gelände an der Bundesstraße 206 mehr Parkplätze und eine neue Zufahrt an.

Quelle: Michael Stamp/Archiv

Bad Segeberg. Das Feuerwehrhaus an der B206 wurde in den Jahren 1980 und 1981 errichtet. Seither hat sich in der Arbeit der ehrenamtlichen Brandschützer vieles geändert. Zielinski: „Die Stadt hat heute ein paar tausend Einwohner mehr – und damit die Feuerwehr ein paar zusätzliche Fahrzeuge. Die Aufgaben und das Aufgabenspektrum haben sich erweitert. Wir haben hier mittlerweile zwei Autobahnen, jeden Tag 7500 Schüler in der Stadt, 1200 Klinikbetten und davon 80 Intensivbetten, eine Bahnstrecke und einen Störfallbetrieb der Klasse 5: Prima-Gas. Die Feuerwehr funktioniert ja – aber die Belastung ist mittlerweile an einem Punkt, an dem wir so nicht weitermachen können.“

 Außerdem habe es 1980 noch keine Frauen in der Feuerwehr gegeben, gibt der Wehrführer zu bedenken. Dabei sei damals auch nur im Gästebereich, nicht aber an der Fahrzeughalle eine Damen-Toilette eingebaut worden. Inzwischen hat die Feuerwehr hier ein zweites Klo nachrüsten lassen - allerdings nach wie vor abseits des Einsatzbereichs. Von den 86 aktiven Feuerwehrleuten sind neun Frauen.

 Doch die sanitären Engpässe nicht längst nicht die einzigen. „Wir müssen laut Feuerwehr-Unfallkasse unsere Fahrzeugstände von 9 auf mindestens 15 erweitern“, schildert der Wehrführer. „Wir haben unter anderem einen Schlauchboot-Anhänger, einen Ölwehranhänger, einen Schaumwasserwerfer und einen Trecker in der Fahrzeughalle quer hinter den Einsatzwagen stehen – das ist überhaupt nicht zulässig.“ Der Einsatzleitwagen und ein Mannschaftstransport müssen schon jetzt draußen stehen.

 Auch werden Sozialräume und Duschen benötigt. „Meine Kameraden kommen rußverschmiert aus dem Einsatz und müssen sich mit einer Katzenwäsche in der Fahrzeughalle begnügen und so nach Hause“, erklärt Zielinski. „Wir haben ja noch nicht mal Spinde.“ Er möchte einen „Schwarz-weiß-Bereich“ schaffen, in dem die Feuerwehrleute ihre verdreckte Einsatzkleidung ablegen, sich duschen und dann in ihre Privatklamotten schlüpfen können. Doch dafür muss das Feuerwehrhaus – wenn man davor steht – nach links verlängert werden.

 Ein weiteres Problem ist die Verkehrssituation. „Wir bräuchten eigentlich 73 Parkplätze – einen für jeden Sitz in unseren Einsatzfahrzeugen“, erläutert der Wehrführer. „Das ist in den Unfallverhütungsvorschriften und den Arbeitsstättenrichtlinien so festgelegt. Wir haben aber nur 35 Stellplätze.“ Zu allem Überfluss liegen fast alle derart ungünstig, dass die anrückenden Kameraden vor der Fahrzeughalle entlang fahren müssen, aus der die Feuerwehrautos beim Alarm schnell auf die B206 ausrücken. Es kommt regelmäßig zu gefährlichen Situationen auf dem Feuerwehrgelände. Zielinskis Ziel ist, dass die Stadt dem Unternehmer Gerhard Kraft einen Teil der benachbarten Bahnlager-Fläche abkauft und dort Parkplätze schafft. Die Zufahrt soll durch einen neuen Feuerwehr-Abzweiger von der B206 und eine kleine Straße zwischen Bahnlinie und Feuerwehrhaus erfolgen. „Wir hatten sehr konstruktive Gespräche mit der Familie Kraft“, sagt Zielinski. Das sei aber schon ein paar Jahre her. Inzwischen laufen Verhandlungen zwischen Stadt und Kraft. Die Feuerwehr hofft inständig, dass bald eine Einigung im Sinne aller Beteiligten erzielt wird. Zielinski: „Wenn die Stadt, wie geplant, auf über 20000 Einwohner anwächst, brauchen wir ein zusätzliches Löschfahrzeug. Und wo soll das dann hin?“

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