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Sprachlose Marktschreier

Fischmarkt in Bad Segeberg Sprachlose Marktschreier

Was Thorsten Mey, Organisator des Hamburger Fischmarkts, und seine Kollegen bei Möbel Kraft in Bad Segeberg erlebten, machte selbst die vorlauten Marktschreier sprachlos. Rund 6000 Besucher strömten allein am Sonnabend auf den Fischmarkt und kauften die Tagesvorräte leer.

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„Alles alle!“ Bananen-Fred ging als Erstem von drei Marktschreiern bei Möbel Kraft in Bad Segeberg die Ware aus.

Quelle: Alexander Christ

Bad Segeberg. Eventmanager Thorsten Mey aus Osnabrück, der Jahr für Jahr von Februar bis November mit Marktschreiern durch die Bundesrepublik tingelt, hat solch einen Ansturm noch nicht erlebt. Rund 6000 Besucher strömten allein am Sonnabend auf den Fischmarkt. Und sie wollten alle nur das eine: kaufen, kaufen, kaufen!

 Der erste Händler, der die Segel strich, war um 16 Uhr der Bananen-Fred. „Ich wurde restlos geplündert – bis zur letzten Banane und Weintraube.“ Das nächste Opfer der konsumfreudigen Besucher war eine halbe Stunde später Wurst-Herby. Um 16.30 Uhr wechselten Geld, Schinken und Wurst letztmals die Besitzer. „Das gibt’s doch nicht“, stammelte der sonst gar nicht mundfaule Wurst-Herby. Der Letzte im Bunde der geplünderten Marktbeschicker schaffte es bis 17.30 Uhr: Aal-Hinnerk. Dann verschwand der letzte Fisch in der Tüte – und der Verkäufer war fix und fertig.

 Der Einzige, der bis zum Schluss durchhielt, war Käse-Rudi. Er hatte nach dem fulminanten Auftakt am Freitag noch in der Nacht mehrere Tonnen käsiger Leckereien für sein rollendes Lager liefern lassen. Und so durften sich die Kunden bis zur letzten Minute über kernige Sprüche amüsieren. „Verfressene Bande!“, witzelte er und packte noch mehr Käse in die ohnehin gut gefüllten Eimer.

 „Wir freuen uns! Soviel Käse für nur 15 Euro – eine tolle Sache“, meinte Ann-Kathrin Hofmann aus Bad Segeberg. Und auch Anja Hansen aus Stocksee, die den Fischmarkt gemeinsam mit Ehemann Werner und Tochter Nicole besuchte, war zufrieden. Für eine prall gefüllte Tüte mit Schinken und Wurst zahlte sie bei Wurst-Herby ebenfalls nur 15 Euro. Da sind dann auch die Kunden sprachlos. Am Sonntag lief der Ansturm sehr ähnlich ab.

Insgesamt kamen an allen Tagen 17000 Besucher. Aufgrund der starken Resonanz wollen die beliebten Marktschreier auch im nächsten Jahr wiederkommen. Ein Datum steht noch nicht fest.

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