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Flohmarkt der anderen Art

Henstedt-Ulzburg Flohmarkt der anderen Art

Der größte Privat-Flohmarkt Norddeutschlands „HU verkauft“ zog sich quer durch die Gemeinde. Kombiniert war er mit einem verkaufsoffenen Sonntag. „Wir sind vollends zufrieden“, sagte Maurice Bornhorst, Vorsitzender des Veranstalters „Henstedt-Ulzburg bewegt“. Über 600 Stände waren aufgebaut.

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Vanessa und Leon Kühnlenz aus Sievershütten waren vor allem auf der Suche nach Playmobil-Figuren.

Quelle: Isabelle Pantel

Henstedt-Ulzburg. Anders als bei einem üblichen Flohmarkt konzentrierte sich das Verkaufsgeschehen nicht auf einen zentralen Standort. Stattdessen gab es neun so genannte Hotspots, an denen besonders viele Stände aufgebaut werden durften. Darüber hinaus konnte jeder, der wollte, seinen Garten oder seine Garage in eine Flohmarktbude verwandeln. Diese Möglichkeit wurde von zahlreichen Henstedt-Ulzburgern genutzt. 152 Standorte waren angemeldet worden.

 Organisiert wurde die Veranstaltung mit dem Titel „HU verkauft“ von den Vereinen Henstedt-Ulzburg Marketing und „Henstedt-Ulzburg bewegt“. Zu den am stärksten frequentierten Hotspots gehörte jener bei der Hesebeck Home-Company. „Für uns läuft der Verkauf genial“, freute sich Iris Eilers aus Henstedt-Ulzburg, die gemeinsam mit ihrem Sohn Philipp auf Kunden wartete. Neben Spielzeug wollten sie auch Fußballtrikots für kleines Geld an Kunden abgeben.

 Zu den Standnachbarn von Familie Eilers gehörten Lena, Jonas und Mirko Heim. Sie profitierten davon, dass wegen des zum Auftakt schlechten Wetters weniger Verkäufer als ursprünglich vorgesehen gekommen waren. Die Kundschaft hingegen strömte seit dem späten Vormittag ungebrochen, weshalb die Ware von Familie Heim schon Stunden vor Verkaufsschluss auf ein Drittel zusammengeschmolzen war. „Was wir nicht verkaufen können, werden wir nicht mehr mit nach Hause nehmen“, sagte Mirko Heim. „Das spenden wir der Henstedt-Ulzburger Flüchtlingshilfe.“

 Auch die Hesebeck Home-Company freute sich über den guten Besuch an den Flohmarktständen sowie beim Lions-Club vor der Haustür. Denn viele Schnäppchenjäger nutzten die Gelegenheit, um sich im Möbelhaus umzugucken. Auch an den Flohmarktständen bei Edeka Oertwig wurden gute Geschäfte gemacht. „Ich hatte unter anderem alte Schiffslaternen dabei und hätte nie gedacht, dass ich die loswerde“, meinte Verkäuferin Helga Kienemund aus Henstedt-Ulzburg.

 Beim Trödelhöker im Ortsteil Götzberg gab es nicht nur Flohmarktartikel zu kaufen, sondern auch alte Autos zu bestaunen. Beim mittlerweile 11. Oldtimer-Treffen auf dem Gelände wurden Modelle aus den 1950er bis 1970er Jahren gezeigt. Dass sich das Flohmarktfest derart in der Gemeinde verlief, war kein Nachteil, sondern für viele Besucher eher ein Anreiz. „Wir machen einen Ausflug mit dem Fahrrad und haben daher schon eine ganze Menge der zentralen Flohmarktstandorte gesehen“, sagte beispielsweise Siegfried Kirchner.

 Wegen des morgendlichen Regens hätten zwar einige Verkäufer abgesagt, trotzdem gab es nach Maurice Bornhorsts Angaben „über 600 Flohmarktstände“ in der Gemeinde. „Nachmittags haben die Nachbarn zusammen in den Straßen gegrillt und Kaffee getrunken. Genau darum ging es uns. Wir wollen den Ort beleben und die Menschen in der Nachbarschaft miteinander ins Gespräch bringen“, sagte er.

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