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Die Vier von der KiA

Flüchtlingskoordinierung Die Vier von der KiA

Neu in der Kreisverwaltung Segeberg ist die „Koordinierungsstelle zur integrationsorientierten Aufnahme von Flüchtlingen“.  Hinter dieser neuen Mini-Abteilung mit der Abkürzung KiA stehen vier Frauen, die den Asylsuchenden ein „schnelles und gelungenes Ankommen“ ermöglichen wollen.

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Die Vier von der Koordinierungsstelle (von links): Elmira Kanava, Barbara Keck, Elke Andrasch und Karin Kühle sind in der Segeberger Kreisverwaltung für die „integrationsorientierte Aufnahme von Flüchtlingen“ tätig.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. So gibt es eine Reihe von Sprachkursen für Flüchtlinge - man muss nur wissen, wann und wo, wie lange sie dauern, wer teilnehmen kann, welche Anforderungen und Ziele sie haben, was sie kosten... Der Durchblick fällt schon Deutschen schwer. Umso komplizierter wird es für Leute, die unsere Sprache erst lernen wollen. Damit das einfacher wird, fasst eine neue Stelle in der Segeberger Kreisverwaltung die Sprachlehrgänge und weitere Angebote für Flüchtlinge im Kreis Segeberg zusammen.

 Für die Koordinatorinnen, die sich als Schnittstelle und Netzwerkerinnen verstehen, steht zurzeit der Aufbau einer verbindlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Städten, Ämtern und Gemeinden, Arbeitsagentur, Volkshochschulen, anderen Bildungsträgern und den ehrenamtlichen Helferkreisen im Vordergrund. Dazu gehören vor allem Sprache, Gesundheit, Wohnung, Arbeit und Ausbildung, eigentlich alles von der Kita bis zur Altenpflege.

 Die Stelle wendet sich nicht direkt an den einzelnen Hilfesuchenden, sondern will alle Akteure der Flüchtlingsarbeit vernetzen. Ziel ist es, ein lokal abgestimmtes Aufnahme- und Integrationsmanagement aufzubauen und die Verteilung der Flüchtlinge an den örtlichen Gegebenheiten und Bedarfen auszurichten.

 Elke Andrasch als Fachdienstleiterin Flüchtlingsbetreuung leitet das Quartett, zu dem Barbara Keck (Schwerpunkt Arbeit), Elmira Kanava (Sprache) und Karin Kühle (Gesundheit) gehören. Sie sind außerdem zu einem Teil ihrer Stunden in der Beratung tätig, damit kein von der Praxis abgehobener Bereich entsteht. Geplant sind unter anderem Infoabende für Betreuer, ein Gewaltschutzkonzept für Gemeinschaftsunterkünfte und ein regionales Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge.

 Mit der Koordinierungsstelle betritt der Kreis Neuland. Nahezu jede Abteilung seines Hauses habe Aufgaben im Zusammenhang mit den Flüchtlingen zu bewältigen, sagt Landrat Jan Peter Schröder. Dabei werde die Verwaltung von der Politik gut unterstützt, die erforderlichen Stellen seien anstandslos vom Kreistag bewilligt worden. „Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Situation ist es wichtig, keinen Tag zu verschenken - Integration beginnt bereits am Tag der Ankunft im Kreis Segeberg“, erklärt Schröder.

 Schon 2014, vor dem ganz großen Flüchtlingsansturm, hat der Kreis Segeberg ein eigenes Handlungskonzept zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund beschlossen. Darin will er die Fremden als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft anerkennen, ihnen gleiche Chancen eröffnen und ihre Teilhabe an Bildung, Ausbildung, Arbeitsmarkt und vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen anregen.

 Dieser „Multi-Kulti“-Ansatz in der Kreisverwaltung, mit Mitarbeitern aus Ägypten, Irak oder Armenien, zahle sich in der jetzigen Situation aus, meinte Elke Andrasch. Es sei hilfreich für Flüchtlinge, wenn Mitarbeiter auf sie zugehen und in der Muttersprache ansprechen können. Es gehe darum, Wege zu verkürzen. Damit ein Hilfesuchender ein Angebot nicht versäumt, nur weil er darüber nicht informiert ist.

  

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