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Reitjagd über Äcker

Föhrden-Barl Reitjagd über Äcker

„Man nimmt auch Hindernisse, die man sonst vielleicht nicht angehen würde“, das gefällt Jana Kusiek bei einer Reitjagd. Am Sonntag machte sie in Föhrden-Barl zum zweiten Mal bei einer solchen Veranstaltung mit und genoss die Atmosphäre: „Es ist wie eine Familie, man wird sofort geduzt“.

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Bei einer Reitjagd galoppieren und springen die Reiter in der Gruppe. Der wilde Ausritt führte über Äcker und Hindernisse aus Baumstämmen.

Quelle: Jann Roolfs

Föhrden-Barl. Gejagt wird bei einer Reitjagd nicht; es geht darum, in einer Gruppe weit und schnell zu reiten und dabei über Hindernisse zu springen. Elf Stationen waren auf den Wiesen und Äckern zwischen Föhrden-Barl und Hitzhusen aufgebaut, sie bestanden in der Regel aus Baumstämmen, die auf Strohballen lagen, geschmückt mit Eichenlaub.

 „Wer springen möchte, reiht sich vorne im Feld ein; wer nicht springen möchte, hinten“, erklärte Babs Pröllochs aus Neumünster eine wichtige Regel. Der Hintergrund dabei: Nicht alle Pferde mögen gerne springen. Darum haben die Nicht-Springer gar nicht die Möglichkeit, den weniger engagierten Pferden, deren Reiter übers Hindernis wollen, einen Weg um den Baumstamm herum zu zeigen.

 Einige Tiere weigerten sich unterwegs trotzdem. Aber Babs Pröllochs als Masterin – das heißt, sie ritt voran und bestimmte Weg und Tempo – bewies Geduld und ließ die Verweigerer nochmals antreten.

 Fürs Halali sorgten die Bad Bramstedter Jagdhornbläser. Auf einem Anhänger hinter einem Trecker begleiteten sie die Reiter, nahmen an jedem Hindernis Stellung auf und feuerten Pferde und Reiter an. Rund 50 Zuschauer fuhren als Tross mit. Im Fachjargon heißen alle, die ohne Pferd mitkommen, die „Unberittenen“.

 Jüngste Teilnehmerin im 14-köpfigen Feld war Sophia Bieniussa aus Bad Bramstedt. Die 13-Jährige ritt auf ihrem Pony Polly mit, das zwar wesentlich kleiner war als die anderen Pferde, aber offenbar fest entschlossen, weder in der Geschwindigkeit noch beim Springen hinter den Großen zurückzubleiben. „Sophia ritt ihre erste Jagd“, erzählte ihre Mutter Alexandra. Besonders aufgeregt sei ihre Tochter nicht gewesen: „Es ging; es ist ja ihr eigener Stall, der die Jagd organisiert. Das ist angenehm.“

 Organisiert hatte die zweite Föhrden-Barler Reitjagd wieder Nadja Lähn. Sie freute sich besonders aufs „Attackefeld mit Sprung“. Das bedeutet, dass sich die Reiter bei einem der letzten Hindernisse in einer langen Linie formieren sollten und möglichst gleichzeitig über den Baumstamm springen. Lähns Einladung waren Reiterinnen aus ihrem Stall und der weiteren Umgebung gefolgt. Einziger Mann im Feld war Hannes Hermann, der Sohn der Masterin.

 Jana Kusiek aus Rendsburg hatte auf ihrer Reitkappe eine Videokamera befestigt. Ausschnitte aus dem Film hat sie bei Youtube eingestellt: www.youtube.com/watch?v=knaZlSfuc1Q

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