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Ein ganz besonderes Geschenk

Blutspenden Ein ganz besonderes Geschenk

Rund um die Feiertage hat das Deutsche Rote Kreuz in Schleswig-Holstein um ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk gebeten: Blutspenden. Gerne und verlässlich erfüllen Menschen aus Segeberger Landgemeinden dem DRK diesen Wunsch. Elfriede Evers (70) aus Neuengörs und Alfred Buchbach (68) aus Garbek kommen seit Jahrzehnten zum Aderlass.

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Elfriede Evers aus Neuengörs machte dem Blutspendedienst Nord ein Weihnachtsgeschenk: Sie kam zum 100. Mal und brachte ihren Ehemann Jürgen Evers (links) mit. DRK-Ortsvorsitzender Kurt Böttger übergab ihr als Dankeschön einen Präsentkorb.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Kreis Segeberg. Aus einer Blutspende von einem halben Liter werden drei lebensrettende Präparate gewonnen. Sie werden jeden Tag gebraucht, egal ob regelmäßige Spender über die Feiertage verreist sind oder Blutspendetermine wegen der Feiertage ausfallen. Um die Vorräte zu sichern, war Elfriede Evers am Dienstag zum erneuten Aderlass in das Dorfgemeinschaftshaus in Wakendorf I gekommen. Die 70-Jährige weiß auch, dass Patienten in Kliniken und onkologischen Praxen kontinuierlich auf ihre Therapien angewiesen sind, bei denen die Blutprodukte zu einem großen Teil eingesetzt werden. Deren Haltbarkeit ist begrenzt.

 Nach der ärztlichen Untersuchung nahm Schwester Ursula Wernecke aus Wakendorf I der Spenderin auf der Liege dann das Blut ab. Binnen kaum zehn Minuten war die Prozedur für Elfriede Evers beendet. Die zweifache Mutter und fünffache Großmutter will dem DRK weiterhin die Treue halten und so lange Portionen ihres lebensspendenden roten Saftes zur Verfügung stellen, wie es geht. „Man tut Gutes, und es tut einem selbst gut,“ sagte sie der Segeberger Zeitung. „Man hat nebenher eine kostenlose Kontrolle über die eigenen Blutwerte, und mir fehlt nach der Spende auch nichts.“

 Da Frauen nach den DRK-Regeln bis zu viermal jährlich einen Termin wahrnehmen können, Männer hingegen fünfmal, hat sie die Aussicht, ihre Gesamtmenge noch um sechs Liter auf dann insgesamt 56 Liter aufzustocken. Denn ab 2016 erhöht das Rote Kreuz das Höchstalter für Spende von bislang 72 auf dann 73 Lebensjahre.

 Doch für ihren Mann, den 74-jährigen Jürgen Evers, ist Schluss. Mit 72 Jahren und einem Rekord von 150 Spenden hatte er vor zwei Jahren die Altersgrenze erreicht. Bei seiner ersten Spende in den 50-er Jahren war der damalige Damsdorfer keine 18 Jahre alt und musste eine schriftliche Genehmigung der Erziehungsberechtigten vorlegen. Weil seine Eltern allerdings in Kiel wohnten, begnügten sich die Rotkreuzler dann mit einer Einwilligungs-Unterschrift seines Chefs.

 Wie Elfriede Evers hatte sich in der Adventszeit auch Alfred Buchbach aus Garbek Zeit für eine Blutspende genommen, es war sogar schon seine 125. Der 68-jährige Garbeker lässt sich seit seinem Bundeswehrdienst 1967/1968 regelmäßig „anzapfen“. Als er noch aktiver Feuerwehrmann war, habe er manche Situationen erlebt, die ihm die Unabdingbarkeit des Blutspendens verdeutlichten. „Solange es meine Gesundheit zulässt werde ich weiter zum Blutspenden gehen“, versprach er beim Termin des DRK-Ortsvereins Am Wardersee im Haus der Gemeinde in Garbek.

 

 Wie Buchbach bekam auch Elfriede Evers ein Geschenk für die Jubiläumsspende. Drei weitere Präsentkörbe wurden unter den Teilnehmern in Wakendorf I verlost. Die Ziehung übernahmen die Helferinnen, die die Mengen von belegten Schnittchen zur Stärkung für die Spender in der Küche geschmiert und üppig belegt hatten.

 Weil Blut so ein besonderes Geschenk ist, hat das Rote Kreuz weitere Sonderspendentermine rund um die Feiertage organisiert. Wer nach Neujahr schon wieder fit ist, geht am Sonnabend, 2. Januar, von 9.30 bis 16 Uhr in Kaltenkirchen bei Dodenhof zum Aderlass.

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