19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Drehleiter: Teuer, aber sinnvoll

Trappenkamp Drehleiter: Teuer, aber sinnvoll

Nein, sie ist kein Statussymbol für technikverliebte Männer, sondern notwendig für den Ort, sagt Bürgermeister Harald Krille: Er hält die Anschaffung einer Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr für sinnvoll. Sie würde rund 500000 Euro kosten. Termin dafür wäre das Jahr 2018.

Voriger Artikel
Die Reibereien sind vorbei
Nächster Artikel
Das Wahrzeichen hat ausgedient

Das Hochhaus am Berliner Ring ist einer der Punkte, an denen laut Trappenkamper Feuerwehr bei einem Einsatz eine Drehleiter gebraucht wird.

Quelle: Detlef Dreessen

Trappenkamp. Bei der Vorstellung, er sitze bei einem Feuer im vierten Stock eines Hauses und müsste über eine wackelige Anlegeleiter gerettet werden, wird Bürgermeister Krille mulmig. Genau das aber könne passieren, fürchtet er, falls die Trappenkamper Feuerwehr nicht bald ein Fahrzeug mit ausfahrbarer Drehleiter bekommt. 500000 Euro kostet eine solche Anschaffung. Das Fahrzeug sei im Feuerwehrbedarfsplan angeraten worden, erklärt Krille. Dieser Plan wird wegen der gesetzlichen Vorschriften für jeden Ort aufgestellt. Welches Gerät vorgehalten werden muss, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. In Trappenkamp ist das Hochhaus am Berliner Ring ebenso im Blick wie das Seniorenzentrum, das derzeit in der Gablonzer Straße gebaut wird. „Und Trappenkamp soll ja noch weiter wachsen“, sagt Krille. „Darum ist die Anschaffung einer Drehleiter schon ratsam.“

 Auch im Hinblick auf die Sicherheit der Feuerwehrleute sei eine Drehleiter sinnvoll, meint Krille. „Wenn bei der Rettung einer Person aus dem vierten Stock per Anlegeleiter jemand zu Schaden kommt, macht man sich Vorwürfe. Ich bin ja verantwortlich für die Sicherheit der Feuerwehrleute.“

 Im Ernstfall würden je nach Gefahrenlage auch die Feuerwehren aus Wahlstedt und Bad Segeberg alarmiert, die über Drehleitern verfügen. „Aber bis die in Trappenkamp sind, dauert es mehr als die im Gesetz vorgeschriebenen acht Minuten.“

 Profitieren werde der Brandschutz im ganzen Nordosten des Kreises, ist Krille überzeugt. Am Hochhaus am Kieler Tor in Bornhöved beispielsweise wäre der Drehleiter-Wagen innerhalb von vier Minuten, schätzte Krille. Auch deshalb hofft er, dass es mehr als die normale Förderung von 45 Prozent durch die Brandschutzsteuer gibt, die über den Kreis ausgezahlt wird. Dass sich die Nachbargemeinden an dem Leiterwagenkauf beteiligen, glaubt er nicht. „Sinnvoll ist aber eine gemeinsame Ausbildung an dem Fahrzeug.“

 Angeschafft werden soll der Wagen erst im Jahr 2018. Bis er geliefert wird, soll das neue Feuerwehrhaus stehen, das die Gemeinde in der Hermannstädter Straße errichten will. Veranschlagte Kosten für den Neubau: 2 Millionen Euro.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3