18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Das Rathaus ist zu klein

Bad Bramstedt Das Rathaus ist zu klein

26 Jahre ist es her, dass das Rathaus erweitert wurde. Bad Bramstedt hatte damals weniger als 10000 Einwohner, bald sind es 14000. Die Verwaltun wächst. Nun schlägt der Personalrat Alarm. „Die Zustände sind katastrophal, wir brauchen mehr Büros“, sagt Vorsitzender Holger Mielke.

Voriger Artikel
90 Prozent fahren zu schnell
Nächster Artikel
Ein Hoch auf die Kartoffel

Konzipiert wurde das Büro im Schul- und Kulturamt für zwei Mitarbeiter. Heute müssen dort drei Frauen arbeiten. In anderen Bereichen des Rathauses ist es ähnlich eng.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. 41 Mitarbeitern stehen 35 Büros zur Verfügung. Als das Rathaus 1989 um den rückwärtigen Anbau erweitert wurde, waren 26 Menschen in der Stadtverwaltung beschäftigt. Die hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Städing, die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Uta Höch, die EDV-Abteilung und ein Teil des Ordnungsamtes wurden mittlerweile bereits ausquartiert in ein Nachbargebäude, für das die Stadt eine Monatsmiete von 1500 Euro bezahlt.

 Silke Holtorf, Leiterin der Peronalabteilung, berichtete, in einigen Büros säßen drei Mitarbeiter, von der Größe her seien sie aber nur für zwei gedacht. Als das Rathaus 1989 umgebaut und erweitert wurde, sei ein Siebenerraster Grundlage gewesen: 7 Quadratmeter pro Mitarbeiter und eine Mindestgröße von 14 Quadratmeter für jedes Büro. „Das wird längst nicht mehr eingehalten“, weiß Silke Holtorf. „Wir nutzen heute schon Abstellräume mit acht Quadratmetern.“

 Eine deutliche Besserung der Lage kündigt sich erst ab 2018 an. Dann hat die Stadt Zugriff auf das benachbarte Familienbüro des Kreises Segeberg. Die Stadt hatte die Immobilie 1999 für über 1 Million Mark gekauft, nachdem die Segeberger Volksbank aufgelöst worden war. Da damals das Geld fehlte, die frühere Bankhalle für die Stadtverwaltung umzubauen, vermietete die Stadt das Erdgeschoss an den Kreis Segeberg. In drei Jahren läuft der Mietvertrag aus und soll dann auch nicht verlängert werden. Der Kreis Segeberg ist bereits auf der Suche nach einer neuen Bleibe für die Sozialberatungsstellen.

 Silke Holtorf ist sich sicher, dass aber auch die Nutzung des derzeitigen Familienbüros auf Dauer nicht reichen werde. „Sechs Jahre später wird es wieder zu klein sein“, meint sie. Die Stadtverwaltung werde weiter wachsen. Bereits in Kürze soll ein neuer Mitarbeiter im Sozialamt dazu kommen. Seine Aufgabe wird es sein, die ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer zu unterstützen. Einen Arbeitsplatz im Sozialamt einzurichten, ist aber kaum noch möglich. Dort ist die Situation besonders prekär. „Es müssen auch vertrauliche Gespräche mit Besuchern möglich sein, schließlich geht es häufig um sehr private Dinge. Aber wie soll das gehen, wenn zwei Mitarbeiter in einem Raum sitzen?“, fragt Silke Holdorf.

 Sie und Personalratschef Mielke mahnen zur Eile. „Wir müssen sofort eine Lösung haben“, fordert Mielke. Möglich wäre, das südliche Nachbargebäude zu mieten, wo bis vor einigen Monaten die Fahrschule Behrmann beheimatet war. Die Räume sind zurzeit leer. Allerdings will der Hamburger Eigentümer offenbar eine ziemlich happige Miete haben und auch nur einen Fünf-Jahres-Vertrag abschließen. Der ginge über 2018 hinaus, würde also auch noch gelten, wenn das Familienbüro frei wird.

 Der städtische Hauptausschuss, der sich in dieser Woche mit dem Thema befasste, forderte die Stadtverwaltung auf, mit dem Vermieter neu zu verhandeln. Andere Pläne, beispielsweise im Foyer des Rathauses Wände einzuziehen, um dort ein zusätzliches Büro zu schaffen oder auf dem Bürgerhof einen Neubau zu errichten, stießen in dem Gremium auf wenig Gegenliebe. Die Stadtverwaltung wurde dennoch aufgefordert, Vorschläge auszuarbeiten und mit genauen Kosten zu untermauern. Darüber wird der Hauptausschuss dann erneut beraten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3