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Adventsdekoration in Rot-Weiß

Gärtnerei Gönnebek Adventsdekoration in Rot-Weiß

Jetzt geht es richtig los mit dem Verkauf von Weihnachtssternen. Die traditionellen, tiefroten Topfpflanzen gehen erst kurz vor dem ersten Advent über die Ladentische. Seltener und teurer sind die Christrosen. Beide werden in der Gärtnerei Edert in Gönnebek produziert.

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Wenige Tage vor dem 1. Advent eröffnete am Mittwoch Claus Heller (li.), Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, gemeinsam mit Michaele und Wilhelm Edert in deren Gärtnerei in Gönnebek die Saison.

Quelle: Petra Stöver

Gönnebek. In der Gärtnerei stellte die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein am Mittwoch die beiden gegensätzlichen Winterkulturen mit kurzer Saison vor.

 Die weiß blühende Christrose bietet einen reizvollen Kontrast zu den roten Weihnachtssternen, nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Kultur. Der Weihnachtsstern mag es gern warm und braucht Dunkelheit für eine frühe Blüte. Die aus den Alpenraum stammende Christrose liebt es kalt und blüht im Winter in Gärten. Eines haben sie gemeinsam: Der schöne und helle September verzögerte die Blüte ein wenig.

 „Als Schnittblumen sind Christrosen eine seltene Nischen-Spezialität“, sagte Kammerpräsident Claus Heller. Edert hat sich vor Jahrzehnten für die Produktion der winterharten Staude entschieden. Ab Ende November sind 15 Leute in der Gärtnerei damit beschäftigt, 150000 Blüten zu pflücken. Senior Werner Edert packt ebenso mit an wie Ana Pirtac aus Trappenkamp. Sie sortieren die Stiele nach Länge und binden sie zu kleinen Sträußen, die dann in Becher gesteckt werden. Auf Paletten und in Plastik verpackt gehen sie dann in den Handel. Floristen arrangieren sie zu ansprechenden weihnachtlichen Gestecken.

 Im Gegensatz dazu sind die Weihnachtssterne Massenware. Nach Angaben der Vereinigung der Weihnachtsstern-Anbauer gibt es rund 150 verschiedene Sorten. 781000 Pflanzen wachsen in Schleswig-Holstein, fast die Hälfte davon in Gönnebek. 120000 kommen aus der Gärtnerei Edert. Wilhelm und Michaele Edert haben viele Farben im Sortiment. „Etwa zehn Prozent der Weihnachtssterne werden in hellen weiß- oder hellgelben Pastelltönen verkauft, weitere drei Prozent in leuchtendem Rosarot. Auch die mehrfarbigen Varianten haben einen Marktanteil von 3 Prozent“, informiert die Kammer. Doch gut 80 Prozent der verkauften Weihnachtssterne sind rot, in verschiedenen Schattierungen. Je nachdem was der Abnehmer will, sagt Edert, und in Größen von Mini bis XXL. Die Kammer verzeichnet eine wachsende Nachfrage nach großen Prachtpflanzen, während in den Vorjahren der Trend zu kleinen Töpfen ging. Die Preise hätten in den letzten 30 Jahren nicht angezogen.

 Der Gönnebeker hofft, das bald die letzten Weihnachtssterne seine Glashäuser verlassen. Regional werden sie unter der Marke „Unser Norden“ abgeboten. Der Gärtner will Platz schaffen für Frühlingsblüher wie Primeln und Hornveilchen.

 Tipp für die Kunden: Der Weihnachtsstern ist einwandfrei, wenn er keine gelben Blätter hat, die Blüten nicht fleckig aussehen und die Knospen noch geschlossen sind. Wer ein Händchen dafür hat, bringt die Pflanzen über den Sommer und im nächsten Advent wieder zur Blüte.

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