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„Ich kämpfe mich zurück!“

Garbek „Ich kämpfe mich zurück!“

„So langsam geht es wieder bergauf“, sagt Jana Lenz. Die an Leukämie erkrankte Frau aus Garbek darf endlich wieder an einem Konzert des Gospelchors teilnehmen. Vor einem Jahr hatte die Kirchengemeinde Warder eine ganztägige Knochenmarkspendersuche organisiert.

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Nach langen Monaten der Abstinenz konnte Jana Lenz (vorne, rechts) am Sonntag bei einem Konzert des Gospelchors Warder mitsingen.

Quelle: pks

Wensin/Rohlstorf. Am Wochenende probte der Star der internationalen Gospelszene Hans Christian Jochimsen aus Kopenhagen mit den Sängerinnen und Sängern im Gemeindehaus in Warder. „Das hat so einen Spaß gemacht, aber es war auch sehr anstrengend für mich“, gibt die 37-Jährige zu.

 In der Grundschule in Warderfelde hatten sich über 1000 Menschen typisieren lassen, um einen geeigneten Knochenmarkspender für Jana Lenz zu finden. Zudem wurden über 40000 Euro gespendet, die für die Kosten der Typisierung verwendet wurden.

 Nach nur wenigen Wochen fand sich ein Spender aus Polen für die Garbekerin. „Am 14. Mai erhielt ich zum ersten Mal Stammzellen“, erzählt Jana Lenz. Doch ihr Körper habe die Zellen nicht so gut angenommen wie erhofft. Sie musste noch zwei weitere Behandlungen mit Stammzellen erhalten – eine im Herbst, die dritte bekam sie kurz vor Weihnachten. Das bedeutete für die Patientin: viel Geduld, keine Besuche, kein Kontakt zu ihren zwei Pferden. „Dann durfte ich endlich wieder zu meinen Pferden in den Stall“, erzählt Lenz. Allerdings mit Mundschutz. Ausmisten darf sie immer noch nicht, das erledigen ihr Vater oder ihr Mann.

 Dass sie so auf Hilfe angewiesen ist, sei nicht so einfach für sie. „Ich lasse mir eigentlich eher ungern helfen“, gibt sie zu. Lange Monate durfte sie auch keinen Besuch erhalten, geschweige irgendwo hingehen. Das war wegen der Ansteckungsgefahr zu gefährlich . „Ich habe mich so sehr gefreut, wenn zum Beispiel meine Freundin Anke Frahm vorbeikam – und wir einfach mal spazieren gingen“, erinnert sich die Garbekerin. Momentan haben sich ihre Werte etwas verbessert, deswegen gab der Arzt grünes Licht für den Workshop und das Konzert.

 Doch aufpassen, das muss Jana Lenz immer noch. „Als geheilt gilt man erst, wenn 100 Prozent der Stammzellen vom Körper angenommen wurden“, erklärt sie. Das sei bei ihr zwar noch nicht der Fall, aber die Werte würden jetzt endlich steigen. „Ich kämpfe mich mehr und mehr in den Alltag zurück“, erklärt Jana Lenz entschlossen.

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