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Wo Kita-Eltern der Schuh drückt

Gebühren, Personal Wo Kita-Eltern der Schuh drückt

Grundsätzlich läuft es gut für die rund 11000 Kinder in Kindergärten, Krippen und Horten im Kreis Segeberg. Doch bei einigen Problemen, etwa Mängeln in der Personalausstattung oder happigen Beitragserhöhungen, will die Kreiselternvertretung helfen. Sie wurde jetzt neu gewählt.

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Das neue Führungsteam der Kreiselternvertretung Segeberg: von links Anna Wätjen, Dagmar Michaelis, Nicole Specht-Cornehls, der Kreisvorsitzenden Birthe Nohrden, Toni Köppen, Jessica Milläger, Maria Berndt, Stefanie Mirell, Jasmina Sutter und Wiebke Rennfanz. In Abwesenheit gewählt wurden Angelina Thomsen, Roswitha Rußig und Diana Kästner.

Quelle: Anna Wätjen

Kreis Segeberg. Die Kreiselternvertretung möchte außerdem das Augenmerk auf besonders gute Kindertagesstätten lenken. 2017 sollen vorbildliche Einrichtungen ausgezeichnet werden.

 Details werden in der nächsten Sitzung der Kreiselternvertretung besprochen, sagt Anna Wätjen, stellvertretende Kreisvorsitzende aus Pettluis (Daldorf) und Pressebeauftragte. Sie gehört mit der wiedergewählten Vorsitzenden Birthe Nohrden aus Boostedt und der 2. stellvertretenden Vorsitzenden Nicole Specht-Cornehls aus Schmalensee zum Führungstrio. Rund 30 Elternvertreter aus dem Kreis hatten sich in der Wirtschaftsakademie in Bad Segeberg eingefunden.

 Die Sitzung wurde gleich genutzt, um über gesetzliche Grundlagen und Mitbestimmungsrechte der Eltern zu informieren. Inwieweit sie in Kitas mitentscheiden dürfen, ist in Kitas ab und zu Thema, berichtet Wätjen. Auch hilft die Kreiselternvertretung manchmal, bei Konflikten zwischen Eltern und Kita-Leitungen zu schlichten. Auf drei Fälle pro Monat läuft es durchschnittlich heraus. Das sei angesichts der vielen Einrichtungen wenig, sagt Wätjen.

 Der Schuh drückt die Eltern vor allem an zwei Stellen. Die Beiträge für Kitas seien zuletzt erhöht worden, manchmal sehr kurzfristig. Das belaste Eltern. Zum anderen fehle es in Einrichtungen an Erziehern. Häufen sich Krankheitsfälle, müssten sogar Eltern zuweilen einspringen, sagt Wätjen.

 Die Kreiselternvertretung kann auf mehreren Wegen Einfluss nehmen. Sie kann Kontakt mit der Kita aufnehmen, oder politisch Einfluss nehmen. Denn mit Roswitha Rußig aus Wahlstedt und Wiebke Rennfanz aus Bad Segeberg gibt es zwei Delegierte im Kreisjugendhilfeausschuss, und mit Stefanie Mirell und Jasmina Sutter aus Norderstedt zwei Vertreter im Jugendhilfeausschuss Norderstedt. Auf Verwaltungsebene ist die Heimaufsicht Ansprechpartner.

 Zur Höhe der Kita-Gebühren hatte der Kreis Segeberg erst vor wenigen Wochen allgemein Stellung genommen. Darin betont Landrat Jan Peter Schröder, dass der Kreis keine Vorgabe mache, wie viel Prozent der Betriebskosten durch Elternbeiträge bezahlt werden müssten. „Weder Bund noch Land oder Kreis machen konkrete Vorgaben zur Höhe von Kostenbeiträgen.“ Grundsätzlich seien fünf Beteiligte heranzuziehen: Land, Kreis, Kita-Träger, Gemeinde und Eltern. Den größten Teil trügen Eltern und Gemeinden. Deren Anteil „wird nicht willkürlich festgelegt, sondern anhand von Ist-Kosten“. Elternbeiträge müssten angemessen sein, aber auch die Leistungsfähigkeit und Aufgabenvielfalt der jeweiligen Kommune spiele eine wesentliche Rolle. An angemessenen Elternbeiträgen habe der Kreis doch selbst ein Interesse. Denn als Jugendhilfeträger erstatte er Kommunen und Kita-Trägern jene Einnahmeausfälle, wenn Eltern wegen niedrigen Einkommens oder Geschwisterkindern nur ermäßigte Beiträge zahlen müssten.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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