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Große Vorfreude auf den Anbau

Gemeinschaftsschule Seminarweg Große Vorfreude auf den Anbau

Ab April soll der 1,55 Millionen Euro teure Anbau an die Gemeinschaftsschule am Seminarweg in Bad Segeberg errichtet werden. „Der Bauzeitenplan sieht vor, dass wir Ende des Jahres fertig sind“, sagt Bauamtsleiterin Antje Langethal. An der Schule herrscht Vorfreude.

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Über 40 Jahre hat sich die Schule am Seminarweg mit Containern beholfen. Sie gelten inzwischen als unzumutbar.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Ziemlich genau ein Jahr wird es dann her sein, dass die Stadtvertretung das Projekt zum zweiten Mal beschlossen hat. Die Schule, die seit Jahrzehnten unter erheblichem Platzmangel leidet und sich seit Anfang der 1970er Jahre mit zunehmend schmuddeligen und zugigen Klassencontainern behelfen muss, soll nun fünf neue Klassenräume, einen Fahrstuhl und ein behindertengerechtes WC bekommen. Mit dem Fahrstuhl sollen auch Rollstuhlfahrer die Fachräume erreichen können.

 Ein erster Entwurf des Anbaus war jedoch bei den Kieler Denkmalschützern durchgefallen, nachdem die Segeberger Behörde schon zugestimmt hatte. Die Spezialisten aus der Landeshauptstadt bemängelten, dass der angestrebte Anbau die rückwärtige Fassade des historischen Schulgebäudes zu stark verdecke. Daraufhin mussten die Architekten alles noch einmal überplanen – mit dem Ergebnis, dass der Anbau nun an die hintere Ecke des Komplexes gesetzt wird. Dort gibt es den fensterlosen „Specht-Bau“, der als weniger schützenswert gilt, weil er bereits ein nachträglicher Anbau ist. Die Stadtvertretung musste daraufhin das leicht verteuerte Vorhaben noch einmal beschließen – was im April 2015 nach kontroversen Diskussionen gelang.

 In den darauf folgenden Monaten wurde die Detailplanung erledigt, wie Antje Langethal erklärt. Nun hänge es am weiteren Verlauf des Winters, wann die Bauarbeiten beginnen können. „Im Moment laufen die Ausschreibungen.“

 Schulleiterin Barbara Koop-Lehmann hofft, die zusätzlichen Räume zum zweiten Halbjahr des kommenden Schuljahres es – also ab Januar 2017 – nutzen zu können. Die beengten Zustände in der Schule seien nämlich so dramatisch wie eh und je. So sei bei den heutigen Klassengrößen ein kleines Zimmer mit nur 36 Quadratmetern nicht mehr zeitgemäß. „Da sitzt jetzt eine Klasse mit 20 Zehntklässler drin, weil die von der Bewegung her etwas ruhiger sind.“ Auch in die drei nächstgrößeren Räume (44, 45 und 46 Quadratmeter) habe sie die älteren Schüler gesetzt. „Ich habe mich außerdem darum bemüht, nicht so viele Schüler aufzunehmen.“ Insgesamt werden 430 Kinder und Jugendliche in den Klassenstufen 5 bis 10 am Seminarweg beschult.

 Die Vorfreude auf den Anbau ist dementsprechend groß. Eines der Ziele ist, den Musikraum zu vergrößern, indem man aus zwei kleinen Klassenzimmern ein großes macht. „Die Schüler sitzen da im Moment hinter die Instrumente gequetscht“, berichtet Barbara Koop-Lehmann. „Wenn mal Noten notiert werden müssen, dann müssen sie das auf den Knien tun.“ Schultische sind auf dem engen Raum nämlich schon mal überhaupt nicht unterzubringen.

 Außerdem müsse die Offene Ganztagsschule dringend Räume haben. In diesem Punkt denkt die Schulleiterin auch schon über den jetzigen Zustand hinaus. „Wenn die ganzen Flüchtlingskinder kommen, müssen wir sowieso ganz neu überlegen. Ich habe da schon Ideen, möchte das aber erst mit dem Bürgermeister besprechen.“

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