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Kein Dauerblinklicht

Windpark Damsdorf Kein Dauerblinklicht

Nach dem Willen der Gemeindevertretung kann der Investor Denker & Wulf aus Sehestedt wie geplant zunächst zwei Windkraftanlagen in Damsdorf bauen. Falls der Windpark in der Gegend realisiert wird, sollen die 193 Meter hohen Türme aber nur bei Bedarf beleuchtet werden.

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Die Damsdorfer Gemeindevertreter ließen sich von Stefan Jux (2. von rechts) den Plan zum Windpark im Gebiet Damsdorf / Schmalensee / Stocksee erklären.

Quelle: Patricia König

Damsdorf. Zu den beiden Anlagen soll später noch eine weitere kommen. Die hat die Gemeinde Damsdorf praktisch vom Nachbardorf Schmalensee übernommen, wo der Windpark von vielen Einwohnern abgelehnt wird.

 Ohne den befangenen Bürgermeister Jürgen Kaack stimmten die sieben anwesenden Vertreter einmütig für den Abschluss der notwendigen Verträge. Darin sichert Denker & Wulf die Bestückung der Windanlagen mit der neuen bedarfsgerechten Beleuchtung (der so genannten Befeuerung) zu. Dabei schaltet ein Passiv-Radar-System die Lichter der Anlage nur bei Bedarf ein – also wenn sich etwa ein Flugzeug nähert. Allerdings wird die Technik nur unter der Voraussetzung installiert, dass der Investor mindestens fünf Windmühlen in dem geplanten Windpark zwischen Damsdorf, Schmalensee und Stocksee bauen kann. Insgesamt will die Firma dort elf Anlagen mit einer Höhe von 193 Metern errichten, stößt dabei aber in Schmalensee auf erheblichen Widerstand.

 Stefan Jux, Mitarbeiter von Denker & Wulf, legte den Gemeindevertretern die Pläne vor und erläuterte die weitere Vorgehensweise. Das Anhörungsverfahren der Träger öffentlicher Belange sei so gut wie abgeschlossen, es fehlten nur noch die Stellungnahmen der Unteren Naturschutzbehörde und der Schleswig-Holstein Netz AG. Jux rechnet damit, dass man ab Oktober mit der Umweltverträglichkeitsprüfung beginnen könne. Eine Genehmigung durch das Landesamt für Landwirtschaft und ländliche Räume (LLUR) erwarte man dann in neun bis zwölf Monaten. Wenn alles störungsfrei verlaufe, könne nach dem Frühjahr der Bau von Wegen und Fundamenten starten. Die Energie aus den zwei Anlagen in Damsdorf könne ohne weiteren Umbau in die Umspannstation in Bornhöved eingespeist werden.

 Ein skeptischer Damsdorfer im Publikum störte sich daran, dass die gesteuerten Lichter erst angebracht werden, wenn fünf Anlagen gebaut werden. „Das kann unter Umständen bedeuten, dass wir ein oder mehrere Jahre das Dauerblinken ertragen müssen.“

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