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Geschacher um marode Landesstraße

Bornhöved Geschacher um marode Landesstraße

Die Landesstraße 69 müsste in Bornhöved dringend saniert werden. Doch das Land zieht nicht mit. Nun überlegt die Gemeinde, eigene Wege zu gehen.

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Der Zustand der L69 in Bornhöved ist für Anwohner und Durchfahrende eine Zumutung.

Quelle: Detlef Dreessen

Bornhöved. Manchmal ist es für Kommunalpolitiker schwer, den Sinn von Entscheidungen auf höherer Ebene nachzuvollziehen. So geht es zurzeit Stefan Bein, dem Vorsitzenden des Bauausschusses der Gemeinde Bornhöved. Die Asphaltdecke von Mühlenstraße und Kronberg (Landesstraße 69) ist mehr als marode. Ein tragfähiger Unterbau ist praktisch nicht vorhanden, die Oberflächenentwässerung darin kaputt und zu dünn, um das Regenwasser aufzunehmen. Und der Bürgersteig misst stellenweise nur 60 Zentimeter.

Das einfachste wäre, so Bein, den Asphalt zu entfernen, den Unterbau auszuheben, neue Rohre zu verlegen und anschließend Unterbau und Asphalt neu zu schütten. Durch eine Fahrbahnverengung könnte der Fußweg breiter werden. Nebenbei könnte man den nervigen Schwerlastverkehr aus dem Dorf verbannen und auf eine für schwere Transporter gebaute Straße am Rand der Gemeinde umleiten. So hatten es sich die Bornhöveder vorgestellt.

 Doch das ist offenbar zu einfach gedacht. Die Leitungen in Mühlenstraße und Kronberg gehören der Gemeinde. Asphalt und Unterbau sind Eigentum des Landes. Und das Land will erst die Brücken im Lande sanieren. Die L69 wurde darum vor Kurzem in der Dringlichkeit herabgestuft.

 „Ewig kann es jedoch nicht beim jetzigen Zustand bleiben“, sagt Bein. Die Gemeinde sei rechtlich verpflichtet, kaputte Leitungen zu reparieren. Dazu müsse die Straße aufgerissen werden. Wenn das Land sich nicht beteiligt, werde die Gemeinde nur den ausgehobenen Erdboden und eine dünne Lage Asphalt gerade mal so wieder aufschütten, dass der derzeitigen –katastrophale – Zustand wiederhergestellt wird. Wirtschaftlich mache das Aufschieben keinen Sinn, argumentiert Bein. Wenn das Land Jahre die Straße später saniert, werde es deutlich teurer. „Die Zinsen sind zurzeit niedrig und die Gemeinde würde sich jetzt an den Kosten beteiligen.“

 Denkbar sei vielleicht auch, Kosten durch ein Tauschgeschäft von Land und Kreis zu minimieren: Das Land übernimmt die Kreisstraße 52, die südlich von Bornhöved als sogenannte „Kiesstraße“ von Tarbek zur A21 führt und bestens für Schwerlastverkehr ausgelegt ist. Der Kreis bekommt dafür die L69 von Tarbek bis Bornhöved. Die Fahrbahn von Mühlenstraße und Kronberg könnte für Lastwagen gesperrt werden und müsste nicht so aufwendig hergestellt werden. Was dem Normalbürger einfach erscheint – Geld sparen und den Schwerlastverkehrs weg von der Wohnbebauung verlegen – sei aber für Behörden schwierig, sagt Bein. „Da geht es um viele Kompetenzen.“

 Die nächste Runde in der komplizierten Geschichte findet am Montag, 12. Oktober, im Werkausschuss statt. Dann soll darüber gesprochen werden, ob, wie und wann die Leitungen unter der L69 saniert werden müssen.

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