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Raubüberfall auf Bankfiliale

Geschendorf Raubüberfall auf Bankfiliale

Ein maskierter Mann hat am Donnerstagabend die Filiale der Sparkasse Südholstein an der Dorfstraße in Geschendorf überfallen. Er entkam mit einer geringen Beute. Die Fahndung der Polizei blieb bislang ohne Ergebnis.

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Die Polizei sucht nach dem Banküberfall nach einem 1,75 Meter großen Täter, der mit der Beute auf der Flucht ist.

Quelle: Archiv

Geschendorf. Gegen 17.40 Uhr betrat der Täter die Filiale, die mitten im Wohngebiet liegt, teilte Nico Möller mit, Pressesprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg. Der Räuber bedrohte den anwesenden Filialleiter und eine Angestellte mit einer Pistole. Er forderte Bargeld. 

Er erhielt „eine vierstellige Summe“, sagt Möller. Sie liegt eher im unteren Bereich. Der Mann flüchtete zu Fuß in Richtung Amtssporthalle am westlichen Ortsausgang. Die Polizei fahndete sofort mit mehreren Streifenwagen, allerdings ohne Erfolg. 

Den Täter beschreibt die Polizei als 1,75 Meter großen Mann. Er sprach Hochdeutsch. Er trug eine schwarze Hose, schwarze Jacke, schwarzen Schal und schwarze Handschuhe. Auch seine Mütze, die ihn maskierte, war schwarz. 

Möglicherweise war er rund zwei Stunden zuvor schon in Pönitz (Kreis Ostholstein) auf Raubzug gewesen. Dort war in ähnlicher Manier eine Bankfiliale überfallen worden. Der Täter war ebenfalls bewaffnet gewesen, hatte aber ohne Beute fliehen müssen. Die Täterbeschreibung ist fast identisch. In Pönitz soll der schlanke Mann aber eine hellblaue Jeans getragen haben. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen gibt. Wer in Geschendorf etwas Auffälliges beobachtet hat, ist von der Polizei gebeten worden, sich zu melden (04551/8840).

Direkter Nachbar ist Dr. Rainer Burgemeister. Sein Bürofenster geht zwar direkt auf den Eingang der Sparkasse, und er saß auch am Donnerstagnachmittag im Büro. Doch vom Raubüberfall habe er nichts mitbekommen, sagt er. „Es ist ein Jammer, aber zu diesem Zeitpunkt waren schon die Jalousien heruntergelassen.“ Sie senken sich in der Abenddämmerung automatisch. Burgemeister hat sie am Haus anbringen lassen, um das Gebäude gegen Einbrecher zu wappnen.

Der unbekannte Bankräuber hatte sich mit der Sparkasse in Geschendorf ausgerechnet einen Ort ausgesucht, in dem nur wenige hundert Meter entfernt von der Bankfiliale, ebenfalls an der Dorfstraße, eine Polizeiwache liegt. Die Station war aber zur Tatzeit nicht besetzt.

 Noch etwas weiter, auch an der Dorfstraße, befindet sich nahe der A20-Anschlussstelle eine Tankstelle. Sie war schon mehrfach Ziel von Einbrechern gewesen. Allein im Mai dieses Jahres war sie zwei Mal von Zigarettendieben heimgesucht worden, die erhebliche Beute machten. 

Die beiden Geschendorfer Sparkassenangestellten waren gestern nicht im Dienst. Ihnen bot die Sparkasse Südholstein psychologische Betreuung an. Andere Kollegen übernahmen die Freitagsschicht. Außerdem stand gestern ein Mann eines Sicherheitsdienstes Wache vor dem Gebäude. 

In der Filiale gibt es Überwachungskameras, sagt Dr. Stephan Kronenberg, Pressesprecher der Sparkasse Südholstein. Ob sie den Täter aufgenommen haben, konnte Polizeipressesprecher Möller gestern nicht sagen. 

Filialen sind für Räuber kein lohnenswertes Ziel. „Da liegt nie viel Geld“, meint Banksprecher Kronenberg. Und wenn, sei es in gesicherten Automaten deponiert. Den Bestand der Geschendorfer Filiale auf dem flachen Land sieht Kronenberg durch den gefährlichen Raubüberfall nicht gefährdet. „Wir haben nicht vor, sie zu schließen.“

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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