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Gewerkschaft erhebt schwere Vorwürfe

Flüchtlingsunterkunft Boostedt Gewerkschaft erhebt schwere Vorwürfe

Streit zwischen der Reinigungsfirma Beyersdorf und der Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG Bau Nord: Nach Angaben der Gewerkschaft soll das Flensburger Unternehmen, das seit dem 15. November für die Reinigung der Flüchtlingsunterkunft Boostedt zuständig ist, ihre Mitarbeiter „mehrfach“ um ihren Lohn geprellt haben.

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Flüchtlingsunterkunft in Boostedt: Hat die Reinigungsfirma Beyersdorf seine Reinigungskräfte um Lohn geprellt?

Quelle: Patricia König (Archiv)

Boostedt/Flensburg. Zudem verfügten die etwa 15 eingesetzten Mitarbeiter der Firma, die unter anderem auch mit einem Standort in Neumünster vertreten ist, über „unzureichende Arbeitsmaterialien und fehlende Impfungen“, sagte IG-Bau-Regionalleiter André Grundmann. Beyersdorf versuche, die Vorwürfe „unter den Tisch zu kehren“ und drohe Mitarbeitern mit Kündigungen. Die Gewerkschaft habe nun den Zoll eingeschaltet, weil es in Boostedt „mittlerweile unhaltbare hygienische Zustände“ gebe, sagte Grundmann.

Beyersdorf-Geschäftsführer Thomas Müller wies die Vorwürfe als „geschäftsschädigend“ zurück. Impfungen der Mitarbeiter seien nicht notwendig, weil alle Schutzmaßnahmen eingehalten würden und zudem in Boostedt ein besonders hoher Reinigungsstandard – wie unter anderem in Einrichtungen des Gesundheitswesens – praktiziert werde. Die Mitarbeiter würden gemäß Rahmentarifvertrag für gewerbliche Beschäftigte entlohnt. Uneinigkeit mit der Gewerkschaft bestehe lediglich über die Vergütung von Pausenzeiten. Arbeitsrechtlich gesehen seien Pausen jedoch nicht vergütungspflichtig, teilte Beyersdorf in einer Stellungnahmen mit. Nun werde geprüft, ob beim Amtsgericht eine Unterlassungsverpflichtung beantragt oder Strafanzeige gegenüber der IG Bau gestellt werde. Als Auftraggeberin der Firma Beyersdorf liegen der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) „bisher keine Hinweise“ vor, dass das Unternehmen in der Boostedter Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge gegen Regelungen zur Arbeitszeit, zum Arbeitsschutz sowie zur Ausstattung mit Arbeitsmaterial verstoßen habe, teilte eine GMSH-Sprecherin mit.

Die vom Land im Rahmen der Ausschreibung vorgegebenen Hygienestandards sowie das Reinigungsergebnis würden regelmäßig kontrolliert. „Es gibt hieraus keine Beanstandungen, welche die Behauptung von unhaltbaren hygienischen Zuständen bestätigen könnten“, sagte die Sprecherin.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
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