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Breitband für sechs weitere Dörfer

Glasfaser-Ausbau Breitband für sechs weitere Dörfer

In weiteren sechs Gemeinden im Osten des Kreises Segeberg kann der Wege-Zweckverband (WZV) Glasfaserleitungen verlegen. Von insgesamt rund 2000 Haushalten schlossen rund 1100 Verträge mit den Stadtwerken Neumünster (SWN), die den Kunden per Kabel Internet, Telefonie und Fernsehen anbieten.

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1100 Haushalte von 2000 in den sechs Gemeinden haben sich für den Anschluss an Glasfasernetz entschieden.

Quelle: Archiv

Kreis Segeberg. Gefordert hatten WZV und SWN mindestens 1066 Anschlüsse, um kostendeckend arbeiten zu können. Übertroffen, zum Teil deutlich, wurden die Anschlussquoten in Geschendorf, Klein Gladebrügge, Strukdorf und Westerrade.

 Pronstorf ist nur noch 20 Verträge von der Zielmarke 450 entfernt. In Rohlstorf klafft noch die größte Lücke: Statt 246 Verträgen liegen bislang nur knapp 200 vor. Im Ortsteil Quaal sei das Interesse an Breitband groß, sagt Meike Kretschmer, Projektleiterin beim WZV. In den Ortsteilen Warder und Wardersee hinke es noch ein wenig.

 Die Gemeinde will deshalb erneut und gemeinsam mit dem WZV für Glasfaser werben. Sie haben die Bürger zu einem Grillfest mit Informationen eingeladen. Gefeiert wird am Sonnabend, 13. August, ab 17 Uhr am Feuerwehrhaus in Quaal. Die Gemeindevertretung berät am Montag, 22. August, ab 19.30 Uhr in der Alten Schule in Warder, ob sie trotz der bislang fehlenden Unterschriften dem WZV den Bauauftrag erteilt. In einer Unterlage zur Sitzung wird das den Gemeindevertretern als Beschluss empfohlen. Zugesichert wird darin auch, dass Rohlstorf sich weiter um die Einwerbung der fehlenden Verträge bemühen werde. Denn nur mit der Mindestquote gelingt die geplante Finanzierung des Ausbaus, gerechnet über 30 Jahre.

 Andernfalls müsste der Businessplan für den Glasfaserausbau angepasst werden. So könnte vielleicht das Erschließungsgebiet verändert werden oder die Gemeinde zuzahlen, erklärt Bürgermeister Dirk Johannsen. Aber so weit will er noch gar nicht denken. „Ich bin optimistisch, dass wir die Quote noch hinkriegen.“ Dass manche Rohlstorfer zögern, führt er auch darauf zurück, dass schon eine andere Leitung liegt. Sie liefert manchen Kunden recht flottes Internettempo mit 50 Mbit pro Sekunde. Die Zukunft liege aber in der viel schnelleren Glasfasertechnik, sagt Johannsen.

 Klein Gladebrügge hatte solch einen Vertragsendspurt geschafft. Ende Juni hatten erst 30 Haushalte Anschlüsse beantragt, einen Monat später waren es schon mehr als die geforderten 100.

 Meike Kretschmer ist optimistisch, dass die Unterschriften noch zusammenkommen. Der Zeitplan des WZV sieht vor, im Sommer den Tiefbau für 80 Kilometer Wegstrecke zu planen, ab Oktober für 5,5 Millionen Euro bauen zu lassen und ab Sommer 2017 die Leitungen durch den SWN in Betrieb zu nehmen. Es wäre der sechste Bauabschnitt des WZV und SWN für ein Glasfasernetz in unterversorgten Regionen.

 Hoffnung gibt es auch für die letzten „weißen Flecken“ Bahrenhof, Blunk, Bühnsdorf, Heidmühlen, Krems II und Travenhorst sowie Streusiedlungen und Außengehöfte in Boostedt, Glasau, Latendorf, Nehms, Schieren, Rohlstorf, Seedorf und Wensin. Derzeit läuft eine Markterkundung, ob private Anbieter in den nächsten Jahren dort in neue Netze investieren wollen. Falls nicht, was zu erwarten ist, könnte der öffentlich-rechtliche WZV tätig werden. Die Planungen des WZV laufen schon in diese Richtung, um vorbereitet zu sein. Denn möglichst rasch sollen beim Bund und Land Förderanträge für den Glasfaserausbau in diesen letzten Regionen gestellt werden. „Die Chancen, dass Geld fließt“, sagt Meike Kretschmer, „stehen sehr gut.“

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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