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Breitband für sechs weitere Orte

Glasfaser-Ausbau Breitband für sechs weitere Orte

Die Breitbandinitiative von Wege-Zweckverband (WZV) und Stadtwerken Neumünster (SWN), die dem ländlichen Kreisgebiet ein schnelles Internet bringt, nähert sich ihrem Ende. Am Montag fiel der Startschuss für Geschendorf, Klein Gladebrügge, Pronstorf, Rohlstorf, Strukdorf und Westerrade.

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In den Startlöchern für den Ausbau des kommunalen Glasfasernetzes stehen als Vertreter ihrer Gemeinden (von links) Arne Hansen aus Klein Gladebrügge, Andreas Bernitt aus Rohlstorf, Silke Behrens aus Westerrade und Christian Körner aus Pronstorf.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. Dieses Gebiet, es ist das sechste, rundet das zusammenhängende Glasfasernetz ab, das der WZV baut und die SWN betreiben.

 Am Mittwoch findet die erste Info-Veranstaltung statt, bei der um Vertragsabschlüsse geworben wird. Insgesamt wollen die Kommunalpolitiker gemeinsam mit WZV und SWN in den sechs Ostkreiskommunen mindestens 1066 Kunden von den knapp 2000 Haushalten gewinnen. Dort leben rund 4600 Menschen. Am 23. Juli wird man wissen, ob die Quote erreicht ist.

 Falls sich ausreichend Kunden zu einem Anschluss entschließen, sieht der Zeitplan so aus: In den Sommerferien sollen die Planungen für die rund 80 Kilometer Tiefbau abgeschlossen und die Bauleistungen öffentlich ausgeschrieben sein. Etwa 5,5 Millionen Euro wird der WZV ab Oktober 2016 investieren, so dass voraussichtlich im August 2017 alle Anschlüsse in Betrieb gehen können.

 „Dieser Ablauf hat sich in den bereits erschlossenen Gebieten bewährt. Nach etwa 270 Kilometern Tiefbau können wir ja schon auf einen ganz erheblichen Erfahrungsschatz zurückgreifen“, sagte WZV-Verbandsvorsteher Jens Kretschmer.

 Dabei hofft er ebenso wie die Bürgermeister, dass es nicht wieder zu einer Pannenserie wie zuletzt unter dem Stichwort „Bagger trifft Gasleitung“ kommen wird.

 In den drei zurückliegenden Jahren hat der WZV 21 Gemeinden mit 50 Ortsteilen ans Netz gebracht und dafür 15,6 Millionen Euro investiert. Allerdings blieben in den ländlichen Gemeinden weiße Flecken, und das wird auch in Pronstorf so sein. Auch dort kommt nicht die letzte Milchkanne in den Genuss von schnellem Internet. Doch auch für Streusiedlungen und Außengehöfte in Boostedt, Glasau, Latendorf, Nehms, Rohlstorf, Schieren, Seedorf und Wensin besteht die Hoffnung, sie durch unterstützende Fördermittel des Bundes mit schnellem Internet zu versorgen. An einem Vollausbau unter Zuhilfenahme von Fördermitteln seien Bahrenhof, Blunk, Bühnsdorf, Heidmühlen, Krems II und Travenhorst interessiert, sagte Projektleiterin Meike Kretschmer. Um überhaupt an die Fördermittel zu kommen, müsse sich der WZV beraten lassen, wofür er 50000 Euro vom Bund und 30000 Euro vom Land erhalten werde.

 „Das Netz wird sich weiter verzweigen“, ist Jens Kretschmer sich sicher. Die Kunden seien vom Angebot überzeugt, ergänzte Meike Kretschmer. Kündigungen habe es noch nicht gegeben, ein Rückgang sei nicht feststellbar.

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