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Wohnpark: Große Nachfrage

„Süderhof" in Kaltenkirchen Wohnpark: Große Nachfrage

In der Stadt wird zurzeit gebaut, was das Zeug hält. Unter anderem wird seit Januar vergangenen Jahres auf einer 2,2 Hektar großen Fläche an der Süderstraße, gegenüber des Gymnasiums, groß gebaut. Die Vermarktung von Büros, Restauration und 112 Wohnungen in diesem „Wohnpark Süderhof“ hat jetzt begonnen.

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So soll der hintere Bereich des Service-Hauses des Wohnparks „Süderhof“ in Kaltenkirchen nach der Fertigstellung aussehen.

Quelle: Intercon

Kaltenkirchen. Für die Intercon Immobilien GmbH, die zur Kaltenkirchener Interturbine Group gehört, erstellt die Pohlmann Bau & Immobilien aus Bad Bramstedt als Generalunternehmer die elf Gebäude. Zentral gelegen ist der zum Gymnasium am Flottkamp hin ausgerichtete, gläserne Block. In ihm sind neben 18 Wohnungen auch 1000 Quadratmeter Büroflächen und 800 Quadratmeter für Einzelhandel, Dienstleister und ein Restaurant vorgesehen. In diesem Gebäude wird sich auch das Service-Center befinden, das einen wichtigen Bestandteil des Projekts darstellt. Es wird von der Firma „CareProfis“ aus Quickborn betrieben. Sie bietet neben der ambulanten medizinischen Pflege in den Wohnungen noch weitere Service-Leistungen an, die vom Einkaufen über Bügeln bis zum Reinigen der Wohnung reicht.

 Im Mietpreis enthalten ist ein sogenannter Conciergedienst. In einem Büro finden die Bewohner einen Ansprechpartner, der sich um die kleinen und großen Belange der Mieter kümmert. Der Mitarbeiter nimmt zum Beispiel bei Abwesenheit Pakete an und besorgt auch schon mal Hilfe, wenn der Fernseher nicht läuft. Zudem gibt es einen Wachdienst und einen Haustechniker.

 In den übrigen zehn drei- oder viergeschossigen Häusern, die alle über einen Fahrstuhl verfügen, entstehen Ein- bis Vierzimmerwohnungen zwischen 40 und 125 Quadratmetern. Eine komplette Markenküche, hochwertige Armaturen, Rollläden, Barrierefreiheit und dreifach verglaste Fenster gehören unter anderem zur Ausstattung. Zwar gibt es keinen Keller, aber großzügige Abstellräume und abschließbare Fahrradabstellboxen stünden zur Verfügung, erklärte Intercon-Geschäftsführer Nikolaj Schmolcke. Der Wohnungs-Mietpreis beträgt rund neun Euro pro Quadratmeter.

 Ursprünglich hatte die Intercon noch einen Block mehr geplant, was nach Bebauungsplan auch zulässig gewesen wäre. „Aber das hätte dem Projekt die Großzügigkeit genommen“, betonte Schmolcke, „und wir wollten nicht, dass man dem Nachbar ins Wohnzimmer schauen kann.“ Auf dem Gelände ist Platz für 115 Parkplätze für die Bewohner. Zudem wird es viel Grün und hinter dem großen Block mit den Büros und den Service-Einrichtungen einen kleinen See geben.

 Wie Schmolcke ausführte, will die Intercon die überwiegende Zahl der Wohnungen behalten und ein Drittel verkaufen. Damit will das Unternehmen ein Teil der Investitionssumme wieder hereinbekommen, die nach den Worten des Intercon-Geschäftsführers bei „deutlich über 20 Millionen Euro“ liegt.

 Allerdings werden die Wohnungen nicht an private Interessenten abgegeben. Man denke da an ein oder zwei Gesellschaften, die dann jeweils komplette Blocks übernehmen würden, sagte Schmolcke. Mit dem Verkauf wurde King-Immobilien aus Hamburg beauftragt. Die Vermietung liegt in den Händen von Hoffmann-Immobilien aus Kaltenkirchen. „Obwohl wir noch gar keine Werbung betrieben und gar keine Wohnungen offiziell angeboten haben, ist die Nachfrage enorm. Wir werden sicher in Kürze bereits die ersten Mietverträge unterschreiben“, kündigte Geschäftsführer Thore Hoffmann an.

 Das Service-Gebäude mit Büros und Restaurant sowie vier weitere Blocks sollen Anfang Januar des kommenden Jahres bezugsfertig sein. Der Mietbeginn für den zweiten Bauabschnitt ist für 1. Juli angekündigt.

 Bürgermeister Hanno Krause machte sich auf der Baustelle ein Bild vom Stand des Projekts, das nach Aussage des Investors voll im Zeitplan liegt. „Ich freue mich, dass wir die Intercon als Partner gewinnen konnten“, sagte Krause. Er sei aus städtebaulicher Sicht mit dem Projekt sehr zufrieden; die Bauten würden sich optisch gut einfügen und so den Blick auf das Hochhaus „Großer Karl“ etwas verdecken. Für Krause ist das Vorhaben der Intercon ein erster wichtiger Schritt für die Neugestaltung des Quartiers. In unmittelbarer Nähe plant die LEG Entwicklung GmbH aus Kronshagen bei Kiel ein weiteres großes Projekt mit rund 350 Wohneinheiten. Entstehen sollen Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Stadtvillen und Wohnblocks.

 Die Stadt hatte der LEG Ende 2013 das Grundstück verkauft. Mit der Realisierung wird es aber noch einige Zeit dauern, denn wohl erst Mitte des Jahres wird der Bebauungsplan rechtskräftig. Die Vorhaben von Intercon und LEG seien zwar sehr unterschiedlich, harmonierten aber gut, findet Krause.

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