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Baustelle zieht sich hin

Großenaspe Baustelle zieht sich hin

Ein gutes halbes Jahr länger als geplant wird die Baustelle in der Ortsdurchfahrt in Großenaspe bestehen, doch Bauausschussvorsitzender Bernd Konrad kann zumindest die Großenasper ein wenig beruhigen. Ab Anfang August kann innerorts eine Umleitung genutzt werden.

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Der erste Bauabschnitt ist der aufwendigste, weil es erhebliche Probleme mit der Kanalisation gab. Zwei weitere Abschnitte folgen aber noch.

Quelle: Einar Behn

Großenaspe. Bereits im März war während einer Gemeindevertretersitzung bekannt geworden, dass die Bauarbeiten nicht wie geplant acht Monate dauern werden, sondern fünfzehn. Anfang Oktober 2015 war begonnen worden, die Kreisstraße 111 aufzureißen, die von Bad Bramstedt über Großenaspe und Boostedt nach Neumünster führt. Die Arbeiten werden nun bis zum Jahresende dauern. Die Ortsdurchfahrt ist komplett gesperrt, selbst Anlieger haben es schwer, durch die Baustelle zu ihren Grundstücken zu gelangen.

 Der innerörtliche Verkehr soll nun aber doch schon eher wieder fließen können. Bauausschussvorsitzender Konrad (CDU) ist zuversichtlich, dass es im August so weit sein wird. Dann wird der zweite Bauabschnitt fertig sein. Der dritte Abschnitt, der von August bis Dezember geplant ist, erstreckt sich von der Kirchenkreuzung bis zur Einmündung Schulstraße. Autofahrer können durch Hauptstraße, Schulstraße oder Diekstücken die Baustelle umfahren. „Für den Durchgangsverkehr bleibt aber die jetzige Umleitung bestehen“, sagt Konrad. Für den seien die Gemeindestraßen nicht geeignet. Die Umleitung führt von Bad Bramstedt über Wiemersdorf zur Autobahn-Anschlussstelle Großenaspe in Brokenlande.

 Zurzeit sind die Bauarbeiter des Hamburger Unternehmens Debenbrock aber noch mit dem ersten Bauabschnitt beschäftigt, der auch der Grund für die Verzögerung ist. „Wir wollten eigentlich in die alten Kanalrohre im Inliner-Verfahren neu einziehen“, erklärt Konrad. Die Rohre seien aber zu stark beschädigt gewesen, sodass sie nun komplett erneuert werden müssen. Folge: Die Arbeitsstunden, die eigentlich mit Debenbrock für alle drei Abschnitte vereinbart worden waren, werden nun schon für den ersten Abschnitt benötigt. Hinzu kam ein regenreicher Winter. „Wegen des lehmigen Untergrunds stand häufig Wasser auf der Baustelle, was die Arbeiten beeinträchtigt hat“, erläutert Konrad. Damit zumindest diese Verzögerung aufgeholt wird, ist eine zweite Baukolonne mit einem weiteren Bagger angerückt.

 Ende Mai soll der erste Bauabschnitt nämlich fertig sein. Bernd Konrad geht jeden Donnerstag zur Baubesprechung. „Es wird gut gearbeitet“, sagt er. Das Hamburger Unternehmen sei nicht schuld, dass so lange gebaut wird. Kanalisation, Asphaltdecke und Bürgersteige müssen von Debenbrock erneuert werden, wobei für die Fahrbahn der Kreisstraße der Kreis Segeberg zuständig ist, für alles andere die Gemeinde. Debenbrock arbeitet für beide Auftraggeber.

 Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich von der Einmündung Klaus-Groth-Straße bis zur Kreuzung vor der Katharinenkirche. Auch dafür ist eine Vollsperrung ohne Umleitungsmöglichkeit notwendig. Dieser Abschnitt soll Anfang August fertig werden, dann wird der dritte Abschnitt begonnen. „Bis zum Jahresende sollte alles fertig sein“, hofft Konrads.

 Alle drei Abschnitte sind jeweils rund 350 Meter lang. Die Kosten waren ursprünglich auf rund 1,4 Millionen Euro festgelegt worden, die sich Kreis und Gemeinde je zur Hälfte teilen. Der Gemeindeanteil könnte nun allerdings durch den aufwendigeren Kanalbau höher ausfallen.

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