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Genervt von der Sperrung

Großenaspe Genervt von der Sperrung

 Die Großenasper sind wegen der Großbaustelle mitten im Dorf genervt: In der Gemeindevertretersitzung am Mittwoch nutzten viele die Einwohnerfragestunde, um ihren Ärger loszuwerden. Sie müssen sich allerdings mit der Situation noch eine Zeitlang arrangieren: Die Arbeiten werden erheblich länger dauern als geplant.

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Seit Monaten bietet sich dieses Bild: Autofahrer müssen große Umwege fahren, die Anwohner machen ihrem Ärger nun Luft.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Großenaspe.. Seit Anfang Oktober des letzten Jahres ist die Kreisstraße 111, im Ort heißt sie Bimöhler Straße, auf einer Länge von mehr als einem Kilometer wegen der Erneuerung der Straßendecke und der darunterliegenden Kanalisation für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Sie ist die Hauptverkehrsader zwischen Bad Bramstedt und Boostedt, der Verkehr wird über Wiemersdorf und Brokenlande umgeleitet.

 Die Asphaltdecke lässt der Kreis Segeberg erneuern, die Gemeinde ist für die Kanalisation zuständig. Beide hatten mit Kosten von jeweils etwa 700000 Euro gerechnet. Jetzt sollen allerdings, anders als ursprünglich geplant, die Kanalisationsrohre nicht nur saniert, sondern komplett erneuert werden, ebenso wie die Bürgersteige im Baustellenbereich.

 Wie der stellvertretende Bürgermeister Jens Schümann (CDU), der zurzeit den erkrankten Bürgermeister Torsten Klinger vertritt, der Segeberger Zeitung erläuterte, sollen die Kosten dennoch kaum höher werden. Allerdings müssen die Großenasper einen langen Atem haben: Acht Monate Gesamtbauzeit – wie geplant – werden nicht ausreichen. Die Arbeiten werden in drei Bauabschnitten erledigt. Der erste, in dem jetzt gearbeitet wird, dürfte voraussichtlich erst Ende Mai fertiggestellt sein.

 Während der gesamten Bauzeit können lediglich die Anwohner ihre Grundstücke mit dem Auto erreichen, ebenso Müllabfuhr und Post. Aber offenbar benutzen auch andere Autofahrer die Holperpiste – und das ziemlich rabiat. Davon berichteten Einwohner am Mittwochabend. „Einige nutzen die Bürgersteige rücksichtslos als Fahrbahn.“ Der Vorsitzende des Planungs- und Maßnahmenausschusses, Bernd Konrad, stellte klar, dass das ausschließlich Rettungsfahrzeugen und Anwohnern erlaubt sei. In der Einwohnerfragestunde machten Großenasper auch klar, dass Kenner die Schleichwege zum Ärger der Anwohner durchaus häufig nutzten.

 Noch sind Bagger und Radlader in dem ersten, dem südlichsten, Bauabschnitt beschäftigt. In diesem Bereich sind zudem noch Pumpen im Einsatz, um Wasser aus dem Schacht zu entfernen. Eigentlich hätte dieser Abschnitt nach den Plänen schon vor Weihnachten fertiggestellt sein müssen.

 „Wir rechnen mit Bauarbeiten bis zum Ende des Jahres“, sagte Konrad. Dann seien aber auch alle Hausanschlüsse an die neue Kanalisation fertiggestellt.

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Ein Artikel von
Anna Maria Persiehl

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