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Jetzt eilt es mit dem Radweg

Großenaspe Jetzt eilt es mit dem Radweg

Die Bewilligung einer 70-Prozent-Förderung aus Kiel liegt vor, doch nun droht sie zu verfallen. Die Gemeinde Großenaspe hat die Arbeiten für den Radweg an der Kreisstraße 111 noch immer nicht ausgeschrieben. Wenn das nicht bis Jahresende geschieht, wird es wieder nichts mit dem Lückenschluss im Radweg.

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Ingenieur Carsten Bein und der Ausschussvorsitzende Bernd Konrad stellten drei Alternativen zum Radwegebau vor.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Großenaspe.. „1990 bin ich das erste Mal in die Gemeindevertretung gewählt worden. Schon damals war es unser Ziel, dass der Radweg realisiert wird“, erinnert sich Bernd Konrad (CDU), Gemeindevertreter und Vorsitzender des Planungs- und Maßnahmenausschusses. Fünf Jahre lang haben die Grundstücksverhandlungen mit den Landwirten gedauert. Und mit den Behörden zogen sich die Verhandlungen ebenfalls hin.

 Derzeit endet der Radweg auf Großenasper Gebiet beim Kieswerk Krebs. Im Süden ist er auf der Autobahnbrücke bei Bimöhlen zu Ende. Rund drei Kilometer fehlen, die nun gebaut werden sollen. 2,50 Meter breit soll der Radweg werden. Nach bisherigen Planungen wird er etwa 700000 Euro kosten. „85 Prozent der Summe sind förderungswürdig“, erklärte der Kämmerer der Amtsverwaltung Bad Bramstedt Land, Walther Hadeler. Von dieser Summe übernimmt das Land 70 Prozent, die restlichen 30 müssen sich die Gemeinde und der Kreis teilen. „Insgesamt kommen auf Großenaspe rund 125000 Euro Kosten zu“, sagte Hadeler. Um die Fördermittel in Anspruch zu nehmen, müsste allerdings noch in diesem Jahr die Auftragsvergabe erfolgen. Doch das wird eng, denn noch gibt es nicht einmal einen Beschluss, wie der Radweg gebaut werden soll. In einer Dringlichkeitssitzung in dieser Woche lagen dem Planungsausschuss drei Alternativvorschläge vor.

 Sie unterscheiden sich beispielsweise darin, ob der Radweg in einem Teilabschnitt hinter dem Knick oder direkt parallel zur Fahrbahn gebaut wird. Für die Kinder sei es sicherer, gut sichtbar entlang der Straße fahren könnten, meinten die Kommunalpolitiker. Doch dafür müsste der Knick versetzt werden, „die Höchststrafe für die Naturschutzbehörde“, wie ein Ausschussmitglied sagte. Um das Genehmigungsverfahren noch zeitgerecht auf den Weg zu bringen, soll am kommenden Dienstag ein klärendes Gespräch mit der Naturschutzbehörde geführt werden. Die Versetzung des Knicks würde auch die Kosten steigen lassen. Es müsste weiteres Land angekauft und ökologischer Ausgleich geschaffen werden.

 Wenn die Variante feststeht, benötigen auch Ausschreibung und Auftragsvergabe einige Wochen Zeit, weil gesetzliche Fristen eingehalten werden müssen. Weihnachten dürfte dann schon vor der Tür stehen. „Ich bin optimistisch, dass es trotzdem klappt“, sagte Ausschussvorsitzender Bernd Konrad zur Segeberger Zeitung.

 Den Radweg mit Laternen auszustatten, würde rund 70000 Euro kosten. Zuschüsse gibt es nicht. Das Gremium vertagte die Abstimmung darüber.

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