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Mehr Kinder, größere Räume

Großenaspe Mehr Kinder, größere Räume

Die Betreute Grundschule Großenaspe konnte jetzt in ihre neuen Räume einziehen und feierte das mit einem Tag der offenen Tür. 36 Jungen und Mädchen werden derzeit betreut.

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Die Betreuerinnen Jutta Bahde (von links), Birgit Heller, Ricarda Krüger, Sandra Schlott freuen sich mit den Kindern über die neuen Spielmöglichkeiten.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Großenaspe. „Wir hatten plötzlich sehr viel mehr Kinder zu betreuen“, erklärt Birgit Heller die Notwendigkeit. Deshalb mietete die Gemeinde ein Haus gleich neben der Grundschule. Bis zu 40 Kinder dürfen sich laut Betriebserlaubnis in den neuen Räumen, die sehr viel größer und moderner sind, aufhalten, wie Betreuerin Heller erläutert.

 Bislang hatten die derzeit 36 Kinder lediglich einen Raum von 25 Quadratmetern zur Verfügung; jetzt sind es rund 180 Quadratmeter, aufgeteilt in mehrere Räume. Dazu gehört auch eine Mensa, in der durchschnittlich 25 Grundschüler für 3 Euro pro Gericht mittags essen können. Das Essen wird geliefert. „Das gemeinsame Essen fördert das soziale Miteinander“, sagt Heller: „Es gibt Einzelkinder oder auch Kinder, die es nicht gewohnt sind, gemeinsam die Mahlzeiten einzunehmen.“ Deshalb begrüße sie den Mittagstisch. Gleichzeitig lernen die Kinder, Aufgaben wie den Tischdienst zu übernehmen. Handys sind während des Essens verboten.

 In einem Zimmer können die Kinder ungestört Hausaufgaben machen, während sich andere in eine Kuschelecke zurückziehen können. Selbstverständlich gibt es auch viel Platz zum Spielen.

 Auch der Außenbereich, der zuvor als Schafwiese genutzt wurde, ist kindgerecht mit Spielgeräten, Sitzmöglichkeiten und einer großen Sandfläche hergerichtet worden. „Unterstützt haben uns dabei die Firmen Krebs und Nortex, was uns sehr gefreut hat“, sagt Birgit Heller.

 Um den Kindern einen kurzen und unfallfreien Weg zwischen Grundschule und Betreuter Grundschule zu ermöglichen, wurde extra ein Weg angelegt. Er liegt direkt zwischen den beiden Einrichtungen und macht die Nutzung einer Straße überflüssig.

 Geöffnet hat die Betreute Grundschule montags bis freitags von 7 bis 8 Uhr und von 12 bis 17 Uhr. „Deshalb ist es gut, dass wir vier Betreuerinnen alle im Ort wohnen und zwischen den Schichten nach Hause gehen können“, erklärt Birgit Heller. Auch in den Ferien hat die Betreute Grundschule immer für die Hälfte der Ferienwochen geöffnet.

 Je nach Bedarf können die Eltern ihre Kinder zwischen einer und 39 Stunden pro Woche anmelden. Die Kosten variieren zwischen knapp 11 und 254 Euro im Monat, wobei es noch unterschiedliche Modelle für Geschwisterkinder gibt.

 „Für unsere Gemeinde ist die Einrichtung wichtig, weil potenzielle Neubürger sich als Erstes nach einem Glasfaseranschluss und nach der Kinderbetreuung erkundigen“, erklärte Bürgermeister Torsten Klinger in seiner Begrüßung. Nur durch den Zuzug von Familien mit kleinen Kindern könne Großenaspe als Schulstandort erhalten bleiben.

 Ursprünglich war die Betreute Grundschule von einem Verein getragen worden. Aufgrund des wachsenden Arbeitsumfangs hatte die Gemeinde die Einrichtung in ihre Obhut genommen. Die neuen Räume wurden zunächst für fünf Jahre gemietet, mit Option zur Verlängerung.

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