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Unterschriften gegen Akw-Schutt

Großenaspe Unterschriften gegen Akw-Schutt

Bereits auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung am 8. Juni war die Frage diskutiert worden, ob und in welchem Umfang Bauschutt des vor dem Abriss stehenden Atomkraftwerks Brunsbüttel auf der Deponie in Großenaspe gelagert wird. Nun beginnen die Bürger, mobil zu machen gegen derartige Pläne.

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Fünf Kinder, zehn Enkelkinder und fünf Urenkel hat Inge Kollster (Mitte). Für die 86-Jährige ist es selbstverständlich, für die nachkommenden Generationen gegen die Lagerung von Bauschutt stillgelegter Atomkraftwerke ihre Unterschrift bei Traute Asbahr, die von ihrer 19-jährigen Enkelin Jana Heller unterstützt wird, zu leisten.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Großenaspe.. Traute Asbahr setzt derzeit viel Energie und Zeit ein, um Unterschriften gegen die Einlagerung dieses Bauschutts, der offiziell nicht Atommüll genannt werden darf, zu sammeln. Ziel ist es, die Unterschriftenlisten auf der kommenden Einwohnerversammlung einem Vertreter des Umweltministeriums zu übergeben. Die Versammlung findet am Montag, 18. Juli, um 19 Uhr in Timms Gasthof statt. Welcher Ministeriumsvertreter kommen wird, ist noch nicht klar.

 „Ich mache das für meine sechs Enkelkinder“, sagt die 77-jährige Asbahr, die von Enkeltochter Jana Heller unterstützt wird. „Ich gehe zu jedem Verein, informiere dort und erhalte auch Unterstützung beim Sammeln von Unterschriften“, erklärt sie. Außerdem ist sie vor dem örtlichen Edeka-Markt präsent und hat einen Flohmarkt für ihre Aktion genutzt. Nachdem sie von den Plänen der möglichen Einlagerung des Bauschutts gehört hatte, begann sie mit ihrer Initiative.

 „Am Anfang wird sicherlich noch alles schön von der Aufsichtsbehörde kontrolliert. Doch wie sieht es in 20 Jahren aus?“, fragt sich wohl nicht nur Traute Asbahr. Ihrer Meinung nach sollten die stillgelegten Atomkraftwerke nicht abgebaut werden. „Besser wäre es, die Gebäude mit einem Sarkophag aus Stahl und Beton zu ummanteln, so wie in Tschernobyl.“

 Am Wochenende sammelte Traute Asbahr auch während der Einweihung des neuen Gebäudes der Betreuten Grundschule weitere Unterschriften. „Seit Anfang Mai sind es bereits rund 650“, zeigte sie sich zufrieden. „Unsere Absicht ist es, dass alle Vorsitzenden der Vereine die Unterschriften bei der Bürgerversammlung dem Vertreter des Umweltministeriums mit netten Worten übergeben“, erklärte Asbahr.

 Sie appelliert an alle Bürger, sich an der Unterschriftenaktion zu beteiligen und zur Einwohnerversammlung zu kommen.

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Ein Artikel von
Uwe Straehler-Pohl

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